• 21.07.2010, 12:24:40
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Mitterlehner: Neues Wachstum durch Exporte

Mitterlehner, Beyrer, Eder: Export ist mehr denn je Wohlstandsgarant für Österreich - Wirtschaftswachstum ist heuer zu rund 70 Prozent exportunterstützt

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
betonte heute in einer Pressekonferenz mit Markus Beyrer, dem
Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und Wolfgang Eder, dem
Vorstandsvorsitzenden der voestalpine AG, die steigende Bedeutung des
Exports für neues Wachstum in Österreich: "Wir erleben eine
Renaissance des Exports, der mehr denn je ein Wohlstandsgarant für
Österreich ist. Unser Wachstum 2010 ist zu rund 70 Prozent
exportunterstützt, und trotz der Krise im Vorjahr wird jeder zweite
Euro im Export verdient", sagte Mitterlehner. Vor diesem Hintergrund
seien die permanenten Diskussionen über neue Belastungen für die
Wirtschaft, zum Beispiel bei der Gruppensteuer, standortschädlich und
kontraproduktiv.

Dank seiner Exportstärke und der mit 50 Millionen Euro dotierten
Internationalisierungs-Offensive (IO) profitiere Österreich von der
Erholung der Weltwirtschaft derzeit auf zwei Ebenen: "Einerseits
exportieren unsere Unternehmen deutlich mehr in wachstumsstarke
Zukunftsmärkte wie China, Indien oder Brasilien. Andererseits
profitieren wir von den intensiven Zulieferbeziehungen zur deutschen
Wirtschaft, die diese Produkte wiederum nach Asien und in andere
Schwellenländer exportiert", so Mitterlehner. Diese
"Umwegrentabilität" trägt auch zum Wachstum unseres
Bruttoinlandsproduktes bei. Zusätzlichen Rückenwind verleihe der
aktuelle Euro-Kurs.

Weil jetzt immer mehr Länder (u.a. Deutschland, USA,
Großbritannien) eigene Exportförderprogramme starten, will
Mitterlehner die bewährte Internationalisierungs-Offensive
verlängern. "Wir wollen uns nicht nur bei den Märkten, sondern auch
bei den Produkten stärker diversifizieren, ohne unsere traditionellen
Stärken zu vernachlässigen. Unter anderem setzen wir stärker auf den
Export wissensbasierter Dienstleistungen, deren Anteil an den
Gesamtexporten sich auf fast 18 Prozent verdoppelt hat", so
Mitterlehner. Zudem setzt Mitterlehner auf intensivere persönliche
Kontakte in neue Hoffnungsmärkte. Allein an seinen Arbeitsreisen nach
Japan, Indien, Russland und Indien nahmen 158 Firmen teil. Darüber
hinaus gab es im Rahmen der Internationalisierungs-Offensive von
April 2009 bis Mai 2010 1.109 Veranstaltungen mit 14.756 Teilnehmern
im In- und Ausland.

IV-GS Beyrer: Exportierende Unternehmen haben
Performance-Vorsprung

Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus
Beyrer betonte, "Exporte und Außenhandel schaden nicht der
Binnennachfrage, im Gegenteil, sie nutzen ihr - durch einen
Performance-Vorsprung exportierender gegenüber nicht-exportierenden
österreichischen Unternehmen. Es ist völlig klar, dass wir aus
Exporten den Großteil unseres Wohlstandes generieren. Mit einer
Exportintensität von 56 Prozent in der österreichischen Industrie
sind die Weltmärkte unsere Heimmärkte geworden. Angesichts der
deutlichen Wachstumsschwäche Europas besteht dringender
Handlungsbedarf, dass wir uns auf neuen Wachstumsmärkten etablieren."

Beyrer betonte, es gehe darum, "über Exporte aus der Krise
herauszuwachsen. Für eine kleine, offene Volkswirtschaft wie
Österreich gibt es keine Alternative zur Exportorientierung."
Gleichzeitig gebe es derzeit noch keinen selbsttragenden Aufschwung,
daher sei die derzeitige konjunkturelle Entwicklung noch in eine
"Investitionskultur" zu übersetzen. Vor diesem Hintergrund müsse in
Europa Leistung, Wettbewerbsfähigkeit und Exportstärke belohnt und
nicht bestraft werden. Mit Verweis auf das aktuelle Beispiel
Griechenland sagte der IV-Generalsekretär, dem Land ginge es
jedenfalls keineswegs besser, "wenn Deutschland oder Österreich
weniger exportieren würden." Vielmehr sei insbesondere in nicht
wettbewerbsfähigen Staaten über Jahre hindurch über die eigenen
Verhältnisse gelebt worden.

Eder: Export ist Nachfragetreiber, Euro-Entwicklung gibt
zusätzlichen Schwung

"Gerade der Export hat in den vergangenen Monaten entscheidend zur
Verbesserung der Nachfragesituation in unserem Unternehmen
beigetragen. Hier hat insbesondere die Kursentwicklung des Euro
geholfen, die keineswegs schädlich für die europäische Wirtschaft
war. Die Entwicklung des Euro in Richtung seines fairen Wertes, nützt
der österreichischen Exportwirtschaft enorm. Die nun deutlich
besseren Exportchancen für Europas Wirtschaft gilt es nun zu
nutzen.", sagt Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine
AG.

Die voestalpine ist mit einer Exportquote von über 90 Prozent
eines der exportintensivsten Unternehmen Österreichs. Zwei Drittel
der Produkte aus Österreich gehen nach Europa, der Rest wird weltweit
verkauft. Die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen
Standortvergleich ist daher ein besonders wichtiger Faktor für den
Erhalt und vor allem auch zukünftige Investitionen an den heimischen
Standorten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer 
   Tel.: +43 (01) 711 00-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   
   Dr. Raphael Draschtak
   Industriellenvereinigung, Pressesprecher
   Tel.:   +43 1 71135-2305 
   Fax:   +43 1 71135-2313
   Mobil: +43 664-8168699
   Mail:  [email protected] 
   Web: www.iv-net.at
   
   voestalpine AG - Konzernkommunikation
   Mag. Peter Schiefer
   Tel.:  050304 / 15 2397
   Mail:[email protected]

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