FPÖ-Ebinger: "Ich bin ein Künstler- holt mich hier raus"

40.000Euro Förderung für Madenperformance

Wien (OTS/fpd) - Viele kuriose Dinge werden von der Stadt Wien gefördert. Seit Jahren zum Beispiel der Theaterverein der Freunde unnützer Praktiken, so der Kultursprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.
An drei Tagen im Mai 2010 wurde im Museumsquartier beispielsweise die Ekel-Performance "Schwarmwesen 1- Die Liebe der Maden, Reinigung, Häutung, Dialog" vorgeführt. Dabei ließ die Künstlerin Miki Malör knapp 60.000 Mehlkäferlarven auf ihrem Körper herumkrabbeln. "Ein großer Erfolg" wie die Künstlerin sagt und natürlich gefördert mit Mitteln der Stadt Wien.

Aber gerade hier stellt sich die Frage warum die Stadt Wien eine Madenperformance fördern muss, wo doch gleichzeitig eine Vielzahl derartiger Ekel-Überwindungs-Prüfungen quasi als Mainstreamunterhaltung in einer sehr einträglichen "Reality -Show" von RTL Zuschauerquoten von bis zu
7,17 Millionen erreicht und damit viel Geld verdient wird, so Ebinger, der weiter meint, dass offensichtlich der Unterschied - auch wenn für die meisten Menschen nicht erkennbar - darin liegt, dass das eine nur abzulehnender Kommerz ist, während es in Wien aber als Kunst verkauft wird.

Kunst darf ja bekanntlich alles, muss sogar. Wer dies kritisiert, geht der Kunst auf den Leim. Weil - wie der Wiener SPÖ-Stadtrat sagen wird - da soll, ja da darf sich die Politik nicht einmischen "Der Kunst ihre Freiheit".

"Ich verstehe das, es ist ja auch alles ganz anders bei einer hochstehenden Performance als bei einem effekthaschenden Ekelfernsehen. Statt "Trash" und "schlechtem Geschmack" , statt "Verstoß gegen das Tierschutzgesetz" und "Verletzung der Menschenwürde , satt "regrediert-infantiler Verfassung"(wörtliche Kritiken zum Format "Dschungelcamp") nur hehre Kunst, Performance, Überwindung von Regelästhetik. Keine abgehalfterten Promis müssen Prüfungen machen, sondern "eine Performerin stellt sich einer Vielzahl von Tieren radikal zur Verfügung, Sie lässt sich betreten, bespielen, beschreiben, nutzen. Zärtlichkeit, Liebkosungen, Hingabe anstelle von Ekel und Abwehr.", so Ebinger der weiter meint, "Wien ist wahrlich anders".

Gottseidank ist die weitere Finanzierung des Zyklus "Schwarmwesen" nicht sicher gestellt, sodass uns die Performances auf Steuerkosten mit Fliegen, Mäusen, Ratten, Ameisen, Kakerlaken, Schnecken und Bienen erspart bleiben. Aber halb so wild, es war eh schon alles im "Dschungelcamp" zu sehen, meint Ebinger abschießend. (Schluss)paw

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