- 21.07.2010, 10:59:01
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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sohn von Barbara Rosenkranz
Verdacht der NS-Betätigung nach § 3g Verbotsgesetz.
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass die Staatsanwaltschaft Wien
gegen Volker Rosenkranz, Sohn der FP-Präsidentschaftskandidatin
Barbara Rosenkranz, wegen des Verdachts des Verstoßes gegen den § 3g
Verbotsgesetz ermittelt.
Besonders heikel: Als Tatzeitpunkt wird in der NEWS vorliegenden
Anzeige des Landespolizeikommandos Wien der 24. April 2010 genannt.
Am 25. April 2010 hatte die Bundespräsidentschaftswahl stattgefunden,
bei der Volker Rosenkranz Mutter für die FPÖ angetreten ist.
Laut NEWS vorliegenden Unterlagen des Landesamtes für
Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Wien und der Wiener
Polizei war Volker Rosenkranz in einen Zwischenfall vor dem Wiener
Rathaus verwickelt, der um 1 Uhr 45 stattgefunden habe. Eine Gruppe
von Schülern, die den "Ball der Wiener Schulen" verlassen habe, sei
von Volker Rosenkranz angepöbelt worden. Dabei habe Rosenkranz unter
anderem zwei Mal die Äußerung "Heil Hitler" getätigt und einen der
Schüler gestoßen.
Rosenkranz habe zudem behauptet, der Sohn der
Präsidentschaftskandidatin zu sein, was ihm jedoch nicht geglaubt
wurde. Erst als die Schüler nach der Wahl Fotos der
Präsidentschaftskandidatin mit ihren Kindern sah, wurde Volker
Rosenkranz als Sohn von Barbara Rosenkranz identifiziert.
Der Schuldirektor hat daraufhin wegen der "Heil-Hitler"-Zitate die
Polizei eingeschalten, sämtliche Zeugen haben Volker Rosenkranz auf
einem in einer Tageszeitung veröffentlichtem Foto identifiziert.
Die Ermittlungen wurden danach am 29. April 2010 vom LVT Wien
übernommen, die Zeugen einvernommen. Zuständiger Staatsanwalt ist
Stefan Apostol, der diese Woche bereits die Anklage gegen den
Holocaust-Leugner Gerd Honsik führte.
NEWS konfrontierte Barbara Rosenkranz mit dem Sachverhalt. Sie
sagt: "Ich weiß davon nix. Ich muss da erst mit meinem Sohn darüber
reden."
Rückfragehinweis:
NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: (01) 213 12 DW 1143
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