- 20.07.2010, 11:43:41
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ASFINAG: A 9 Pyhrn Autobahn - Errichtung 2. Röhre Bosrucktunnel
Vortriebsarbeiten auf Hochtouren
Spital/Pyhrn (OTS) - Am 4. Dezember 2009 fiel der symbolische
Startschuss für den Bau der zweiten Röhre des Bosrucktunnels.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten für dieses Projekt voll angelaufen.
Vorgetrieben wird sowohl vom Nord- als auch vom Südportal. Im Norden
sind die Mineure rd. 560 m im Berg, im Süden bereits rd. 780 m. Die
zweite Tunnelröhre soll 2013 in Betrieb genommen werden. Der
Vollbetrieb des Bosrucktunnels (beide Tunnelröhren) ist für 2015
geplant.
Die ASFINAG verfolgt mit dem Bau dieser zweiten Tunnelröhre
konsequent ihr Tunnelsicherheitskonzept. "Einröhrige Tunnel stellen
eine Gefahrenquelle dar. Daher nimmt die ASFINAG viel Geld in die
Hand, um dies zu ändern. Das sind wir als dienstleistungsorientiertes
Unternehmen unseren Kunden schuldig", betont DI Alexander Walcher,
Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH. "Um auch in Zukunft
größtmögliche Sicherheit gewährleisten zu können, ist der Vollausbau
des Bosrucktunnels unabdingbar", so Walcher.
Für Oberösterreichs LH-Stv. Franz Hiesl ist der Vollausbau des
Bosrucktunnels ein weiterer Schritt konsequenter Straßenbaupolitik:
"Seit 2002 läuft in Oberösterreich die größte Straßenbauoffensive in
der Geschichte unseres Bundeslandes. Das steigert einerseits die
Mobilität und damit Lebensqualität der Bevölkerung, stellt einen
massiven Impuls für die Wirtschaft dar und verbessert die Sicherheit
auf unseren Straßen. Gerade in den kritischen, einröhrigen
Tunnelbereichen erreichen wir durch den Ausbau zweiter Röhren eine
Entspannung der Situation. Frontalzusammenstöße können damit künftig
vermieden und Leben gerettet werden", so Hiesl.
Das gegenständliche rd. sieben Kilometer lange Baulos umfasst die
Errichtung der 5,5 km langen Weströhre des Bosrucktunnels sowie der
zweiten Tragwerke für die dem Tunnel vorgelagerten Brücken
(Hangbrücke mit 900 m und Teichlbrücke mit 190 m). Diese wurden
bereits errichtet, sodass der Abtransport des Ausbruchsmaterials über
getrennte Fahrspuren erfolgen kann und der Verkehrsfluss damit nicht
behindert wird.
Nach Fertigstellung der neuen Weströhre wird die Bestandsröhre
generalsaniert und für den Richtungsverkehr adaptiert. Der
Tunnelvortrieb erfolgt in konventioneller Tunnelbauweise
(Sprengvortrieb) nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode mit
Kalottenvortrieb und nachlaufendem Strossen- und Sohlausbruch von
beiden Portalen. Die Sicherung wird je nach angetroffenen
Gebirgstypen mittels Spritzbeton, bewehrtem Spritzbeton, Stahlbögen
und entsprechenden Ankerungen durchgeführt.
Das Ausbruchmaterial von insgesamt rd. einer Million m3 (= rd. 70.000
Lkw-Fuhren) wird großteils in Deponien verführt. Rd. ein Drittel
davon wird für Schüttungen des neu zu errichtenden
Schwerpunktrastplatzes Pyhrn-Priel wiederverwertet.
Im Zuge des Vollausbaus des Bosrucktunnels sind rd. 150 Personen über
Jahre beschäftigt. Damit ist dieses Bauprojekt auch
volkswirtschaftlich von Bedeutung. "Gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten sind Projekte wie der Vollausbau des
Bosrucktunnels von immenser Bedeutung, weil
Infrastruktur-Investitionen sehr schnell konjunkturwirksam werden und
nachhaltig positive Effekte haben", betont ASFINAG Geschäftsführer
Walcher.
Geplanter Vollbetrieb (beide Tunnelröhren): 2015
Gesamtkosten (inkl. Generalsanierung Bestandsröhre): netto ca. Euro
321 Mio.
Tunnelsicherheit
Die zweite Röhre des Bosrucktunnels wird den hohen Auflagen der
Richtlinien für Verkehr und Straßenbau (RVS) entsprechend
ausgerüstet, die Bestandsröhre adaptiert und nachgerüstet. Im
Vollausbau wird der Tunnel über folgende sicherheitstechnische
Einrichtungen verfügen:
- 5 Abstellnischen im Abstand von 1.000 m
- 11 Querschläge, davon sechs begehbare und fünf mit
Einsatzfahrzeugen befahrbare im Abstand von 1.000 m
- Je 43 Notruf- und Feuerlöschnischen
- Betondecke als Fahrbahnbelag
- Querlüftung
- Notruf- und Fluchtwegkennzeichnung
- Helle reflektierende Tunnelwand-Beschichtung (
bis zu 4,5 m Höhe)
- Einfahrts-, Durchfahrts- und Notbeleuchtung
- Bordsteinreflektoren beidseits der Fahrbahn
- Tunnelfunkanlage für Verkehrsfunk, Einsatzkräfte und Betrieb
Die Steuerung und Überwachung des Tunnels erfolgt von der
Tunnelzentrale Ardning aus.
Daten und Fakten
Länge Gesamtbaulos: ca. 7 km,
davon Tunnellänge: ca. 5,5 km
Chronologie:
Oströhre:
Inbetriebnahme: 1983
Weströhre:
Beginn Brückenbauarbeiten: November 2007
Beginn Tunnelvortrieb: Februar 2010
Gepl. Verkehrsfreigabe 2. Röhre: 2013
Anschließend Sanierung OströhreWeitere Infos zum Projekt: www.asfinag.at
Rückfragehinweis:
ASFINAG SERVICE GESELLSCHAFT Mag. Anita Oberholzer Pressesprecherin für OÖ und Salzburg Tel.: Tel:+43 (0) 50108-15933, Mobil:+43 664-60108 15933 mailto:[email protected] Fax: +43 (0) 50108-15932
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