- 19.07.2010, 18:07:20
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Wlodkowski: AK-Unwissenheit ist Gefahr für Arbeitsplätze und Klima
Landwirtschaft sichert europaweit mehr als 30 Mio. Jobs
Wien (OTS) - "Derart viel fachliche Unwissenheit, wie sie ein
sogenannter Umweltökonom der Arbeiterkammer (AK) an den Tag gelegt
hat, ist nicht nur entlarvend, sondern eine Gefahr für Arbeitsplätze
und Klima. Offenbar ist es noch nicht bis in die AK durchgedrungen,
dass nachwachsende Rohstoffe in Österreich und der gesamten EU
denselben strengen Produktionsvorschriften und hohen Umweltstandards
unterliegen wie Nahrungsmittel und dass die Land- und Forstwirtschaft
kontrolliert nachhaltig betrieben wird. Und auch die Tatsache, dass
die Agrarbranche in Österreich 500.000 und EU-weit mehr als 30 Mio.
Arbeitsplätze sichert, scheint dem 'Experten' verborgen geblieben zu
sein. Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass biogene Rohstoffe im
Gegensatz zur fossilen Energie CO2-neutral sind und somit das Klima
schonen. Und es ist weiters ein Faktum, dass deren Produktion und
Verarbeitung in Österreich einen florierenden Wirtschaftszweig
bilden, der heute schon tausende Arbeitsplätze sichert", stellte
Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, fest.
"Es bleibt ein ewiges Rätsel, warum die AK nach wie vor die
biogenen Rohstoffe und deren nachhaltige Erzeugung verdammt. Gegen
die fossile Energie, die nachweislich das Klima und die Umwelt -
Stichwort: Golf von Mexiko - schädigt und den Konsumenten EUR 10 Mrd.
pro Jahr für Öl- und Gasimporte kostet, findet sie hingegen kein Wort
der Kritik. Hier hätte ein Umweltökonom, der seinen Namen verdient,
ein breites Betätigungsfeld", so Wlodkowski weiter.
Wirtschaftsmotor Biomasse
"Im Gegensatz zu den Falschbehauptungen der AK sind nachwachsende
Rohstoffe und Bioenergie wahre Wirtschaftsmotoren. Denn deren
Produktion und Verarbeitung schaffen und sichern tausende
Arbeitsplätze, erzeugen zusätzliche Wertschöpfung, entlasten die
Handelsbilanz und treiben die Forschung voran. Wenn wir den
nachwachsenden Rohstoffen und der Grünen Energie Vorrang auf allen
Ebenen einräumen, können gerade jetzt in der Krise kräftige
Wachstumsimpulse entstehen. Denn derzeit wächst kein
Wirtschaftsbereich schneller als der Umweltsektor, wie kürzlich
Umwelt- und Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich festgestellt
hat. Dieser Bereich bietet schon heute 185.000 Menschen Arbeit", so
Wlodkowski weiter.
Energiewende vorantreiben
"Unser Land hat sich international erfolgreich als Vorreiter in
Sachen Umwelttechnik etabliert. Doch die weltweite Konkurrenz duldet
keinen Stillstand. Daher gilt es, alle Technologien
weiterzuentwickeln, von Biogas und Öko-Treibstoff über feste Biomasse
und Wasserkraft bis hin zur Windkraft und Photovoltaik, um die
Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Dazu benötigen wir den
guten Willen aller Beteiligten und nicht unqualifizierte Querschüsse.
Nur wenn alle an einem Strang ziehen, ist der Umstieg von fossiler
auf erneuerbare Energie möglich", erklärte Wlodkowski.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Dr. Josef Siffert
Tel.: +43/1/53441-8521
mailto: [email protected]
www.lk-oe.at
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