- 18.07.2010, 05:00:16
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ÖSTERREICH: Frauenministerin für Frauen-Quoten in Top-Jobs
40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten
Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek unterstützt
in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) EU-Vorschläge für
eine Frauenqoute in Top-Unternehmen: "Die Zeit ist längst reif für
mehr Frauen in Chefetagen mit ihrer derzeitigen 90-prozentigen
Männerquote. Frauen kommen nur dann in Top-Jobs, wenn es den Männern
in den Kram passt. Damit muss endlich Schluss sein."
Heinisch-Hosek will vor allem Widerstände der ÖVP gegen dieses
Projekt überwinden: "Nur weil sich viele Männer dagegen wehren, heißt
das noch lange nicht, dass es nicht wirtschaftlich vernünftig ist.
Ich verfolge beharrlich mein Ziel, dass eine 40-Prozent-Frauenquote
für Aufsichtsräte umgesetzt wird. Leider ist das derzeit mit dem
Koalitionspartner nicht zu machen. Es ist aber nur eine Frage der
Zeit, wann wir diese verpflichtende Quote einführen."
In der SPÖ will die rote Frauenchefin dafür sorgen, "dass die
Gagentransparenz aus dem Gleichbehandlungsgesetz freiwillig umgesetzt
wird. Wenn das Arbeiterkammer und ÖGB schaffen, werden wir das auch
zusammenbringen."
Verärgert ist die Frauenministerin über die Kündigung von neun
kritischen Mitarbeiterinnen der ÖIAG und die Nicht-Reaktion von
VP-Chef Josef Pröll darauf: "Ich bin empört, dass in einem
Staatsbetrieb so agiert wird, wie das Herr Michaelis tut. Es darf
nicht sein, dass Finanzminister Josef Pröll dazu schweigt, dass
unbequeme Frauen, die Michaelis auf die Finger schauen, einfach
gekündigt werden," sagt Heinisch-Hosek im Interview.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
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