ÖSTERREICH: Frauenministerin für Frauen-Quoten in Top-Jobs

40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten

Wien (OTS) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek unterstützt in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) EU-Vorschläge für eine Frauenqoute in Top-Unternehmen: "Die Zeit ist längst reif für mehr Frauen in Chefetagen mit ihrer derzeitigen 90-prozentigen Männerquote. Frauen kommen nur dann in Top-Jobs, wenn es den Männern in den Kram passt. Damit muss endlich Schluss sein."

Heinisch-Hosek will vor allem Widerstände der ÖVP gegen dieses Projekt überwinden: "Nur weil sich viele Männer dagegen wehren, heißt das noch lange nicht, dass es nicht wirtschaftlich vernünftig ist. Ich verfolge beharrlich mein Ziel, dass eine 40-Prozent-Frauenquote für Aufsichtsräte umgesetzt wird. Leider ist das derzeit mit dem Koalitionspartner nicht zu machen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann wir diese verpflichtende Quote einführen."

In der SPÖ will die rote Frauenchefin dafür sorgen, "dass die Gagentransparenz aus dem Gleichbehandlungsgesetz freiwillig umgesetzt wird. Wenn das Arbeiterkammer und ÖGB schaffen, werden wir das auch zusammenbringen."

Verärgert ist die Frauenministerin über die Kündigung von neun kritischen Mitarbeiterinnen der ÖIAG und die Nicht-Reaktion von VP-Chef Josef Pröll darauf: "Ich bin empört, dass in einem Staatsbetrieb so agiert wird, wie das Herr Michaelis tut. Es darf nicht sein, dass Finanzminister Josef Pröll dazu schweigt, dass unbequeme Frauen, die Michaelis auf die Finger schauen, einfach gekündigt werden," sagt Heinisch-Hosek im Interview.

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