- 16.07.2010, 12:30:31
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Stöger: Sicherheit von Kinderarzneimitteln erhöhen
Mehr Information und Transparenz als Voraussetzung für eine optimierte Kindergesundheit
Wien (OTS/SK) - "1,9 Millionen Menschen in Österreich sind jünger
als 19 Jahre. In vielen Bereichen geht es diesen Kindern und
Jugendlichen gut, aber im Bereich der Kindergesundheit gehört vieles
verbessert, besonders was das lange vernachlässigte Thema
Arzneimittelsicherheit angeht", betonte Gesundheitsminister Alois
Stöger heute, Freitag, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Prof.
Marcus Müller, Leiter der AGES PharmMed (Österreichische Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH), in dem die EU-Verordnung
zur Sicherheit von Kinderarzneimitteln beleuchtet wurde und erste
Maßnahmen als Konsequenz dieser 2007 in Kraft getretenen Verordnung
präsentiert wurden. Die Mehrheit der bei Kindern zum Einsatz
kommenden Arzneimittel sei für diese nicht oder nur unzureichend
geprüft. Österreich trage diesem Umstand Rechnung, indem im Rahmen
des vom Gesundheitsminister initiierten "Kindergesundheitsdialogs"
eine Arbeitsgruppe intensiv an Strategien und Voraussetzungen für
eine verbesserte Arzneimittelsicherheit für Kinder arbeitet. ****
"Mir als Gesundheitsminister ist es wichtig, für eine optimale
Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen zu sorgen. Dazu
gehört, dass Kindern geprüfte und speziell für sie zugelassene
Arzneimittel und Therapien zur Verfügung stehen", so Stöger. Die
EU-Verordnung sieht unter anderem genau dies vor und verpflichtet
Pharmaunternehmen künftig dazu, bei Neuzulassungen oder Änderungen
von Wirkstoffen, deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
explizit mit einzuplanen. Voraussetzung dafür seien jedoch Forschung
und Entwicklung und als erster Schritt die Erhebung und Sammlung von
Daten, betonte Stöger. Österreich habe bereits eine Vielzahl von
Studien und Erhebungen durchgeführt und die Daten der EU für das
geplante Kinderarzneimittelregister zur Verfügung gestellt. Zusammen
mit der international renommierten AGES PharmMed, die Österreich im
Pädiatrieausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde vertritt,
werde sich das Gesundheitsministerium auch weiterhin dafür einsetzen,
die Forschung und Entwicklung von Kinderarzneimitteln voranzutreiben,
versicherte Stöger.
Informationsbroschüre zu Kinderarzneimittelsicherheit
"Transparenz und Information zur Kinderarzneimittelsicherheit sind
ganz wesentliche Faktoren, wenn es um die Optimierung der
Kindergesundheit geht", betonte der Gesundheitsminister. Zusammen mit
der AGES PharmMed hat das Gesundheitsministerium daher eine
Informationsbroschüre zum Thema Kinderarzneimittel herausgebracht.
Diese soll Fachärzte und Experten im Bereich der Kindergesundheit für
das Thema sensibilisieren und sie dabei unterstützen, Eltern über
Kinderarzneimittelsicherheit aufzuklären. (Schluss) sc
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