- 16.07.2010, 11:25:06
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APA-OTS Politikanalyse: Heinz Fischer startet in zweite Amtszeit
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (09. Juli bis 15.
Juli 2010) positioniert sich Bundespräsident Heinz Fischer auf Platz
eins. Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler belegt Platz zwei,
dahinter folgt Bundeskanzler Werner Faymann auf dem dritten Rang.
Bundespräsident Heinz Fischer (Rang eins, 620 Nennungen) wird von
der Bundesversammlung für seine zweite Amtszeit angelobt. In seiner
Antrittsrede fordert Fischer den Kärntner Landtag und die
Bundesregierung dazu auf, eine Lösung für die Ortstafelfrage zu
finden. Des Weiteren geht er auf die Themen gemeinsame Schule der
10-14-Jährigen, geregelter Universitätszugang und soziale Symmetrie
und Gerechtigkeit ein.
Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (Rang zwei, 359
Nennungen) lässt in den Orten Bleiburg, Ebersdorf und Schwabegg wie
vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) gefordert korrekte zweisprachige
Ortstafeln aufstellen. Dörfler betont aber, nur im Interesse der
Verkehrssicherheit zu handeln. Das Urteil des Verfassungsgerichtshofs
hält er weiterhin für eine Fehlentscheidung. Bundeskanzler Werner
Faymann (Rang drei, 353 Nennungen) zeigt sich angesichts der
Umsetzung des VfGH-Urteils zufrieden und hofft auf eine endgültige
Lösung der Ortstafelfrage bis 2012. Dass die Tafeln nun aufgestellt
wurden, begründet er damit, dass er prinzipiell die Umsetzung von
VfGH-Urteilen erwarte.
Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll (Rang vier, 319 Nennungen)
berät bei der ÖVP Sommerklausur in Kapfenberg mit den ÖVP
Regierungsmitgliedern hinter verschlossenen Türen das weitere
Vorgehen bei den im Herbst anstehenden Budgetverhandlungen. Pröll
betont, dass die ÖVP das Budget "ausgabenseitig" sanieren wolle, um
das Sparziel von 1,7 Milliarden Euro zu erreichen.
Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang fünf, 183 Nennungen)
spricht sich gegen den Vorschlag zur Abschaffung der allgemeinen
Wehrpflicht von den Grünen und BZÖ aus. Von einer Umwandlung des
Bundesheeres in ein Berufsheer hält Darabos u.a. aus Kostengründen
nichts. Laut Darabos wäre ein Berufsheer wesentlich kostenintensiver.
Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Hans-Peter
Martin, Liste Dr. Martin (Rang sechs, 180 Nennungen); Claudia
Bandion-Ortner, parteifrei (Rang zehn, 138 Nennungen); Angelika
Werthmann, parteifrei (Rang elf, 116 Nennungen); Peter Pilz, Grüne
(Rang 13, 114 Nennungen); Nikolaus Berlakovic, ÖVP (Rang 14, 90
Nennungen); Ewald Nowotny, OeNB (Rang 19, 77 Nennungen); Anton
Steixner, ÖVP (Rang 21, 77 Nennungen); Uwe Scheuch, FPK (Rang 22, 76
Nennungen); Hermann Kepplinger, SPÖ (Rang 23, 76 Nennungen); Fritz
Kaltenegger, ÖVP (Rang 24, 73 Nennungen); Doris Bures, SPÖ (Rang 26,
67 Nennungen) und Rudolf Anschober, Grüne (Rang 27, 63 Nennungen).
Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking zehn Politikerinnen und
Politiker der SPÖ und neun der ÖVP. Die Grünen können drei und die
FPK kann zwei Akteure im Ranking positionieren. Die FPÖ ist mit einem
und das BZÖ ist diese Woche mit keinem Akteur vertreten. Außerdem
unter den Top-30: Bundespräsident Heinz Fischer, der Gouverneur der
Österreichischen Nationalbank Ewald Nowotny, die EU-Parlamentarier
Hans-Peter Martin (Liste Dr. Martin) und Angelika Werthmann
(parteifrei) und die parteifreie Justizministerin Claudia
Bandion-Ortner.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich
aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut
analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale
politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen
Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben
Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
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