• 14.07.2010, 09:23:51
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Aids 2010 - WGKK-Urologen warnen: Burschen erschreckend unaufgeklärt

Wiener Gebietskrankenkasse bietet in den Gesundheitszentren Beratung "von Mann zu Mann"

Wien (OTS) - Einen "alarmierenden Mangel an Aufklärung in Sachen
Sexualität, AIDS und Geschlechtskrankheiten" orten die Urologen in
den Gesundheitszentren der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) speziell
bei Burschen. Dr. Alexander Dürer vom Gesundheitszentrum
Wien-Mariahilf: "Was Studien darlegen, bestätigt sich auch in der
Praxis: Gerade männliche Jugendliche haben oft erschreckend
unrealistische Erwartungen an die Sexualität und kennen sich mit
ihrem eigenen Körper wenig aus."

Anlässlich des heute startenden Jugend-Schwerpunktes im Rahmen der
Welt-Aids-Konferenz in Wien, wollen die Experten der WGKK genau
dieses Thema aufgreifen. Denn ungeschützter Geschlechtsverkehr ist
nach wie vor mit Abstand die häufigste Übertragungsform für HIV/AIDS.

Verhütung wird auf Mädchen abgeschoben

Unter dem Motto "Von Mann zu Mann" bieten die WGKK-Urologen jungen
Burschen Beratung und Behandlung an. Dr. Dürer: "Mädchen erfahren
spätestens dann gynäkologische Betreuung, wenn sie die Pille wollen.
Dieser ärztliche Kontakt fehlt bei Burschen, weil sie die
Verhütungsfrage meist erfolgreich auf ihre Partnerinnen abschieben -
dem wollen wir gegensteuern." Die Message der WGKK-Urologen: "Wir
sind für die Jugendlichen da - als Ärzte, aber auch als Berater. Egal
ob es um Krankheitssymptome oder um Sexualität und Verhütung geht -
mit uns kann man reden. Und zwar über alles."

Zu hohe Erwartungen führen zu psychischen Belastungen

Dass sich Jugendliche in ihrer Sexualität heute vielfach an
Werbung und Pornografie orientieren, führt oft auch zu seelischen
Belastungen, wie Dr. Elisabeth Marko, Jugendpsychotherapeutin im
WGKK-Gesundheitszentrum Mariahilf, bestätigt:"Es herrscht ein enormer
Erwartungsdruck an den eigenen Körper und an den der Partnerin. Als
Messlatte gelten oft die perfekten Körper aus der Werbung und eine
scheinbar unbegrenzte sexuelle Leistungsfähigkeit, wie sie Pornofilme
suggerieren. Das erzeugt Unsicherheit und den Druck, über die eigenen
Grenzen zu gehen." Um auch diesen Problemen jugendgerecht zu
begegnen, stehen die WGKK-Experten in ständigem Austausch.

Kontaktadressen in den WGKK-Gesundheitszentren: 

   Urologen der WGKK:
 - Dr. Peter Schön
   Wien-Mitte, 3., Strohgasse 28
   Telefon: (+ 43 1) 601 22-40342
 - Dr. Alexander Dürer
   Wien-Mariahilf, 6., Mariahilfer Straße 85-87
   Telefon: (+43 1) 601 22-40691
 - Dr. Johann Mathias Pohl
   Wien-Süd, 10., Wienerbergstraße 13
   Telefon: (+43 1) 601 22-4210
 - Prim. Dr. Wolfgang Wondratsch
   Wien-Nord, 21. Karl-Aschenbrenner-Gasse 3
   Telefon: (+43 1) 601 22-40256

Psychotherapeutische Unterstützung für Jugendliche:
- Dr. Elisabeth Marko
Wien-Mariahilf, 6., Mariahilfer Straße 85-87
Telefon: (+43 1) 601 22-40638

Rückfragehinweis:

Rückfragehinweis für MedienvertreterInnen: 
   Mag. Andrea Riedel
   WGKK-Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (+43 1) 60 122-1351
   E-Mail: [email protected]
   www.wgkk.at

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