- 13.07.2010, 12:31:34
- /
- OTS0140 OTW0140
Korrektur zu OTS 0135 5 II 0725 DS90004 SPÖ Prettner: Herr Dörfler...
Klagenfurt (OTS) - Im Titel muss es richtig heißen: SPÖ Prettner:
Herr Dörfler, der Bedarf an Kinderbetreuung ist vorhanden. Handeln
Sie endlich im Interesse der Kärntner Familien
SPÖ Prettner: Herr Dörfler, der Bedarf an Kinderbetreuung ist
vorhanden. Handeln Sie endlich im Interesse der Kärntner Familien
Utl.: Brach liegende Gelder müssen endlich in Wien abgeholt werden
SPÖ Frauenreferentin LR Beate Prettner und SPÖ Frauensprecherin
Bundesrätin Ana Blatnik machten heute im Zuge einer Pressekonferenz
auf die Probleme der Kärntner Familien aufmerksam. "Die verzweifelten
Anrufe der Eltern die einen Kinderbetreuungsplatz für ihre Kleinen
dringend benötigen werden von Tag zu Tag mehr", so Prettner. "Deshalb
ist es für mich unverständlich warum FPK-LH Dörfler als zuständiger
Kindergartenreferent nicht endlich die Million für den Ausbau von
Kinderbetreuungsplätzen beim Bund abholt und in Kärntens Zukunft
investiert!"
"Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass Kärnten weiterhin trauriges
Schlusslicht in der Kinderbetreuung der unter 3-jährigen ist. Aber
hinter jeder einzelnen Zahl stehen Familien, stehen Personen, die
nicht wissen ob sie weiterhin ihren Job behalten können und ihre
Kinder gleichzeitig gut versorgt wissen", so SPÖ Frauensprecherin
Bundesrätin Ana Blatnik.
Zur Presskonferenz waren ebenso zwei betroffene Mütter,
stellvertretend für die vielen weiteren Eltern, eingeladen. Frau
Volkmar, ist eine Mutter die aktiv wurde, als es hieß ihr Kind könne
ab Herbst wahrscheinlich den Kindergarten nicht besuchen, da die zwei
Kindergruppen für das kommende Jahr nicht weiter finanziert werden.
"Wir Eltern wurden vom Amtsleiter der Gemeinde Gitschtal informiert,
dass die Gemeinde beabsichtigt im nächsten Kindergartenjahr nur mehr
eine Gruppe mit maximal 25 Kindern zu erhalten. Deshalb wurden
BürgerInnen, Eltern in meiner Gemeinde und unter anderem auch ich
aktiv. Wir brachten mit Nachdruck an allen Stellen ein, dass 30
Kinder in den nächsten Jahren eine Betreuung benötigen", schildert
Volkmar. In einem gemeinsamen Kraftakt der Eltern, der Gemeinde und
des Landes sei es schlussendlich zu einer Lösung gekommen, mit der
nun alle leben können und ihre Kinder gut versorgt wissen. "Mir ist
aber nach wie vor nicht verständlich, warum Eltern für
Kinderbetreuung kämpfen müssen. Vor allem Frauen, die neben Beruf und
Familien nun noch zusätzlich hierfür Kraft aufbringen müssen trifft
die aktuelle Situation schwer", so Volkmar. Wenn es keine adäquate
Kinderbetreuung gäbe, würden Frauen benachteiligt und eine Rückkehr
in den Beruf unmöglich gemacht. Auch nicht unterschätzen dürfe man,
dass die Lebensqualität und die Möglichkeiten für Familien in den
Regionen durch zu wenig Kinderbetreuung deutlich verschlechtert und
der Abwanderungstrend Richtung Stadt dadurch nur gefördert wird", so
Volkmar.
"Mir ging es ähnlich", ergänzt Natalie Reisinger "da mein Sohn wegen
Platzmangel nicht in die Kindergruppe aufgenommen wurde, habe ich es
selbst in die Hand genommen und wollte eine Kindergruppe in Wolfsberg
errichten. Im Februar 2010 reichte ich die Unterlagen ein und wurde
trotz Anzahl von 27 Kindern abgewiesen. Ende März reichte ich wieder
den aktuellen Stand mit 28 Kindern ein und wurde wieder mit der
Begründung ?es ist kein Bedarf? abgewiesen. Ich weiß nicht was noch
alles geschehen muss damit der Kindergartenreferent aktiv wird", so
Reisinger. Sie habe die Unterstützung von der Stadtgemeinde Wolfsberg
und das Hilfswerk als Trägerschaft für die Kindergruppe, alles wäre
fix und fertig wenn da nicht die Blockade von LH Dörfler wäre, so
Reisinger von der Kindergruppe ?Yogibär? in Wolfsberg.
"Das sind alles keine Einzelfälle, in Wolfsberg bei den LKH Zwergen
wurden 40 Kinder im vorigen Jahr abgelehnt für die Zukunft sieht es
ähnlich aus. In Villach konnte eine Mutter einen Job als Verkäuferin
nicht annehmen, da der Kindergarten erst um 7:00 Uhr aufsperrt und
sie dann schon in der Arbeit sein müsste", erklärt Prettner.
"Herr Dörfler sehen Sie denn nicht, dass der Bedarf vorhanden ist?
Wollen Sie es nicht sehen? Sie verhindern mit ihrer
familienfeindlichen Politik die Zukunft Kärntens. Kärnten schrumpft
jeden Tag um 4 Personen, also werden Sie aktiv und holen Sie endlich
das brach liegende Geld in Wien ab!", appelliert Prettner an den
Kindergartenreferent.
Kindergärten seien nicht nur Betreuungseinrichtungen sondern
Bildungseinrichtungen. Die Familienstruktur habe sich in den letzten
20 Jahren stark verändert, vor allem Alleinerzieherinnen stünden vor
unlösbaren Problemen. "Die Omas und Opas die früher auf die Enkel
geschaut haben, arbeiten heut zu Tage noch. Herr Dörfler, öffnen Sie
endlich die Augen und erkennen an, dass es Bedarf an Kinderbetreuung
in Kärnten gibt, vor allem in den entlegenen Gebieten", so Prettner.
"Wir fordern alle Eltern auf, uns zu melden, wenn sie Sorge haben,
dass ihr Kind im Herbst oder in Zukunft keine Betreuung findet. Im
Frauenreferat unter der Nummer 0800 20 33 88 oder per Mail
[email protected] werden Ihre Beschwerden aufgenommen", so
Landesrätin, Frauenreferentin Beate Prettner.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS9






