- 13.07.2010, 10:01:46
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Hitzewelle in Österreich: Worauf zu achten ist
AKNÖ: Besondere Vorsicht beim Arbeiten im Freien
Wien (OTS/AKNÖ) - Die Hitzewelle in Österreich macht das Arbeiten
für viele schwer erträglich. Die Prognose für den heutigen UV-Wert
liegt in Niederösterreich bei bis zu 7 und gilt auf einer Skala von 1
bis 10 des UV-Index als "hoch". Die AKNÖ hat die wichtigsten Tipps
zusammengestellt, wie sie sich vor der Hitze schützen können und
welche Verantwortung Arbeitgeber den MitarbeiterInnen gegenüber
haben.
Am Arbeitsplatz müssen Temperaturen herrschen, die für die
Beschäftigten angemessen sind, das sind meist 19 bis 25 Grad. An
Fenstern etwa sollten Jalousien montiert sein, die bei Bedarf
zugemacht werden können. Direkte Sonneneinstrahlung muss vermieden
werden. Das liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers. Auch
Flächen, die Hitze abstrahlen könnten, müssen abgeschirmt sein - etwa
Maschinen oder Lichtspots. Auf Klimaanlagen haben Mitarbeiter keinen
Rechtsanspruch. Auch, dass es ab 35 Grad hitzefrei gibt, ist ein
Mythos.
Frische Luft muss ausreichend vorhanden sein - etwa indem man am
Morgen oder in der Nacht lüftet. Untertags sollten die Fenster
geschlossen sein. Wichtig ist, dass die Beschäftigten ausreichend
Trinkwasser haben. Aus Hygienegründen müssen Trinkgefäße zur
Verfügung stehen.
Bei Arbeit im Freien besondere Vorsicht geboten
Besonders betroffen von Hitze am Arbeitsplatz sind Personen, die
täglich mehrere Stunden im Freien arbeiten. Es ist die Aufgabe des
Arbeitgebers dafür zu sorgen, dass der Arbeitsplatz beschattet ist -
etwa indem eine Plane oder ein Sonnenschirm aufgespannt wird. Er muss
auch Sonnenschutzbrillen, ein geeignetes Sonnenschutzmittel und
Schutzhandschuhe zur Verfügung stellen. "Bei der Arbeit im Freien
gilt besonders, sich vor Sonneneinstrahlung in Acht zu nehmen. Das
Tragen lockerer Kleidung sowie einer Kopf- und Nackenbedeckung und
das Verzichten auf Arbeiten mit freiem Oberkörper sollten daher
dringend beachtet werden, um Folgeschäden, wie Hautkrebs vorbeugen zu
können", betont AKNÖ-Experte Dr. Alexander Kaba.
Bekleidung ist meist Verhandlungssache
Dass man bei diesen Temperaturen nicht unbedingt im dunklen Anzug in
die Arbeit kommen will, erscheint nachvollziehbar. Es empfiehlt sich,
mit dem Chef abzusprechen, was die vernünftigste Regelung ist. In der
Bank oder bei einer repräsentativen Tätigkeit erscheint eine kurze
Hose oder ein Trägertop auch bei dieser Hitze nicht angemessen. Ob
eine Krawatte notwendig ist, lässt sich aber oft verhandeln.
Ausnahmen sind Bereiche, wo das Tragen von Schutzkleidung und Helm
vorgeschrieben ist.
Kleinere Maßnahmen, die das Arbeitsleid bei der Hitze lindern können,
sind häufigere Pausen. ArbeitnehmerInnen sollten sich bei Fragen an
Betriebsrat, Personalvertretung oder Sicherheitsvertrauenspersonen
wenden: Diese haben ein Initiativ- und Mitbestimmungsrecht beim
Arbeits- und Gesundheitsschutz. Gibt es keine Vertretung, stehen die
AKNÖ oder das Arbeitsinspektorat als Ansprechpartner zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Robert Schuster
AKNÖ, Gesundheitswesen- und ArbeitnehmerInnenschutz
01/58883 - 1267
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