- 12.07.2010, 15:44:54
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Public Relations - einer der ältesten Berufe
Master für PR/Lobbying und Angewandtes Marketing an der bfi Wien Akademie
Wien (OTS) - "Also sprach Zarathustra" (R. Strauss) und der
"Triumphmarsch" (Verdi)gaben dem Festakt des Masterabschlusses des
Lehrgangs " Integrierte Kommunikation" am 8.7.2010 eine besondere
Bedeutung. Vier berufsbegleitende Semester lang haben sich 20
Absolvent/innen die "berufsnahe Qualifikation verbunden mit Theorie
bzw. Wissenschaft mit hohem gesellschaftlichen Nutzen erarbeitet," so
Dr. Erich Geretschlaeger, Dozent an der Uni Wien und Salzburg,
wissenschaftlicher Leiter des Lehrgangs universitären Charakters an
der bfi Wien Akademie.
Masterthesen aus der und für die Praxis
Die Qualität der Ausbildung und der Graduierten spiegelt sich in
den Masterthesen wider. Bei Marketing&BWL geht es z.B. um
Interkulturelle Kommunikation für bestimmte Kundengruppen,
Produktwerbung versus Imagewerbung unter dem Aspekt des
Neuromarketings, um Kinder und ihr Kaufverhalten - welche Rolle hat
dabei das Trojanische Marketing? Und um Corporate Social
Responsibility -Strategien in der integrierten
Unternehmenskommunikation multinationaler Unternehmen auf dem
österreichischen Markt, etc.
Die Arbeiten zum Schwerpunkt PR/Lobbying&Public Affairs handeln
z.B. von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der
Krisenkommunikation des Topmanagements und im österreichischen
Politik- und Lobbyingwesen, von der Integrierten Kommunikation an der
Universität Wien - im Vergleich mit der Alpen Adria Universität
Klagenfurt und vom Faktor Prominenz im Lobbying.
Während Dr. Herwig Stage/GF des bfi Wien und Dr. Erich Geretschlaeger
"die wissenschaftlichen Sakramente übergeben werden, werde ich die
praktische Weihung im Namen des PRVA übernehmen (die Mastergrundstufe
PR ist PRVA zertifiziert). Sehr gut, die Praxisorientierung als
oberste Prämisse der Lehrgänge zu sehen. Ich war Absolvent an der Uni
Wien, und noch heute staubt es mir aus den Ohren, wenn ich
zurückdenke," erklärte Festredner Mag. Peter N. Thier, Leiter
Kommunikation und Pressesprecher Erste Bank der österr. Sparkassen
AG, PRVA Vorstandsmitglied. Er wandte sich aber zuerst an die
"Begleiter und Begleiterinnen" der Absolvent/innen, an die
Partner/innen, Freunde und die Familie, denen er die besondere
Bedeutung dieses Abschlusses und der Integrierten Kommunikation
nahebrachte.
PR als einer der ältesten Berufe
"Wir sprechen heute über einen der ältesten Berufe unserer
Geschichte. Das meine ich ganz und gar nicht zynisch und ich bitte
Sie gar keine Parallele zu dem Beruf, den Sie u.U. sonst so
umschrieben bekommen, zu ziehen." Thier holte weit aus in der
Geschichte, als er den Medien- und Kommunikationswissenschafter Karl
Nessmann zitierte: "Seit der Geburtsstunde Österreichs 996 findet man
zahlreiche geschichtliche Figuren als PR-Vorgänger. So haben z. B.
die Habsburger im Laufe der Jahrhunderte namhafte Kaiser und
Staatsmänner hervorgebracht, die vielfältige Propagandamittel
eingesetzt haben, wie z. B. Münzen mit ihrem Porträt, schriftliche
und mündliche Verlautbarungen, etc. All diese Bemühungen (heute würde
man PR-Instrumente dazu sagen) dienten dem Zweck, ihre Macht aufrecht
zu erhalten, ihre Interessen durchzusetzen oder ihren
Bekanntheitsgrad zu steigern."
Und Thier machte einen großen Sprung in die Gegenwart: "Unsere
Geschichte beginnt mit der Namensgebung erst 1927, als die
österreichische Handelskammer erstmals einen Journalisten als
Pressesprecher anstellte. Ab 1945 wurden die Pressestellen in
Politik, Wirtschaft und Verwaltung allmählich wieder eingerichtet. Im
staatlich-öffentlichen Bereich entwickelte sich PR etwas zügiger als
im wirtschaftlichen Sektor. Anfang der 50iger Jahre wurde PR auch an
den Universitäten ein Thema (erste Dissertationen an der Universität
Innsbruck). Ab 1960 wurden an der Universität Wien die ersten
PR-Vorlesungen angeboten, 1963 die erste PR-Agentur und 1975 der
österreichische PR-Verband gegründet. Der PRVA hatte 1999 ca. 250
Mitglieder, heute ca. 600," so Thier. Auch das Ausbildungsniveau der
PR-Experten und Expertinnen habe sich verbessert: 1987 verfügten ca.
57 % über ein abgeschlossenes Studium, 2000 schon ca. 89 %. Als
"Quoten-Mann" merkte er an, dass der Frauenanteil in der PR-Branche
jetzt 70 - 80 % ausmacht, in 80igern Jahre waren noch 80% der
PR-Fachleute Männer.
Integrierte Kommunikation - PR&Lobbying
Und dann ging Thier auf die mit Spannung erwartete Integrierte
Kommunikation und das Kommunikationsmanagement ein: "Im integrierten,
globalen Zeitalter braucht es eine integrierte, koordinierte
Kommunikation, die an alle Stakeholder mitdenkt. Kommunikation oder
PR ist heute nicht mehr das Verfassen eines Vorstandsbriefes oder
eines Pressetextes, sondern viel mehr ein komplexer Prozess, den ich
managen muss. ..."
Dass sich der alte Beruf im Laufe der Geschichte gewandelt habe,
zeige z.B., dass sich die Lobbyisten nicht hinter Barack Obamas
Wahlerfolg verstecken. "Heute hängt der Erfolg von Politikern und
Wirtschaftstreibenden in einem enormen Ausmaß von ihrer
Kommunikationsqualität ab. Und dahinter steht eine wachsende
Profession. Heute hat der Kommunikator im Organigramm des Konzerns
sein unbestrittenes fixes Kasterl. Und heute sitzt er mit der
gleichen Berechtigung am Krisentisch wie der Chefjurist," bekräftigte
Thier. Sein besonderes Lob galt den Kommunikatoren als
Krisenmanager/innen: "Sie haben ein gutes Gefühl, sie denken an die
Medien und an die Mitarbeiter, sie denken in Stories, in Erklärbarem,
in Nachvollziehbarem, sie sind Verkäufer, Wissens- und
Gewissensträger."
Informationsabend Integrierte Kommunikation, Lehrgang
universitären Charakters, mit den Schwerpunkten PR/Lobbying und
Angewandtes Marketing&BWL: 7.9.2010, www.bfi-wienakademie.at
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1,
mailto:[email protected], Tel.: 01/81178/10385
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