Public Relations - einer der ältesten Berufe

Master für PR/Lobbying und Angewandtes Marketing an der bfi Wien Akademie

Wien (OTS) - "Also sprach Zarathustra" (R. Strauss) und der "Triumphmarsch" (Verdi)gaben dem Festakt des Masterabschlusses des Lehrgangs " Integrierte Kommunikation" am 8.7.2010 eine besondere Bedeutung. Vier berufsbegleitende Semester lang haben sich 20 Absolvent/innen die "berufsnahe Qualifikation verbunden mit Theorie bzw. Wissenschaft mit hohem gesellschaftlichen Nutzen erarbeitet," so Dr. Erich Geretschlaeger, Dozent an der Uni Wien und Salzburg, wissenschaftlicher Leiter des Lehrgangs universitären Charakters an der bfi Wien Akademie.

Masterthesen aus der und für die Praxis

Die Qualität der Ausbildung und der Graduierten spiegelt sich in den Masterthesen wider. Bei Marketing&BWL geht es z.B. um Interkulturelle Kommunikation für bestimmte Kundengruppen, Produktwerbung versus Imagewerbung unter dem Aspekt des Neuromarketings, um Kinder und ihr Kaufverhalten - welche Rolle hat dabei das Trojanische Marketing? Und um Corporate Social Responsibility -Strategien in der integrierten Unternehmenskommunikation multinationaler Unternehmen auf dem österreichischen Markt, etc.

Die Arbeiten zum Schwerpunkt PR/Lobbying&Public Affairs handeln z.B. von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Krisenkommunikation des Topmanagements und im österreichischen Politik- und Lobbyingwesen, von der Integrierten Kommunikation an der Universität Wien - im Vergleich mit der Alpen Adria Universität Klagenfurt und vom Faktor Prominenz im Lobbying.
Während Dr. Herwig Stage/GF des bfi Wien und Dr. Erich Geretschlaeger "die wissenschaftlichen Sakramente übergeben werden, werde ich die praktische Weihung im Namen des PRVA übernehmen (die Mastergrundstufe PR ist PRVA zertifiziert). Sehr gut, die Praxisorientierung als oberste Prämisse der Lehrgänge zu sehen. Ich war Absolvent an der Uni Wien, und noch heute staubt es mir aus den Ohren, wenn ich zurückdenke," erklärte Festredner Mag. Peter N. Thier, Leiter Kommunikation und Pressesprecher Erste Bank der österr. Sparkassen AG, PRVA Vorstandsmitglied. Er wandte sich aber zuerst an die "Begleiter und Begleiterinnen" der Absolvent/innen, an die Partner/innen, Freunde und die Familie, denen er die besondere Bedeutung dieses Abschlusses und der Integrierten Kommunikation nahebrachte.

PR als einer der ältesten Berufe

"Wir sprechen heute über einen der ältesten Berufe unserer Geschichte. Das meine ich ganz und gar nicht zynisch und ich bitte Sie gar keine Parallele zu dem Beruf, den Sie u.U. sonst so umschrieben bekommen, zu ziehen." Thier holte weit aus in der Geschichte, als er den Medien- und Kommunikationswissenschafter Karl Nessmann zitierte: "Seit der Geburtsstunde Österreichs 996 findet man zahlreiche geschichtliche Figuren als PR-Vorgänger. So haben z. B. die Habsburger im Laufe der Jahrhunderte namhafte Kaiser und Staatsmänner hervorgebracht, die vielfältige Propagandamittel eingesetzt haben, wie z. B. Münzen mit ihrem Porträt, schriftliche und mündliche Verlautbarungen, etc. All diese Bemühungen (heute würde man PR-Instrumente dazu sagen) dienten dem Zweck, ihre Macht aufrecht zu erhalten, ihre Interessen durchzusetzen oder ihren Bekanntheitsgrad zu steigern."

Und Thier machte einen großen Sprung in die Gegenwart: "Unsere Geschichte beginnt mit der Namensgebung erst 1927, als die österreichische Handelskammer erstmals einen Journalisten als Pressesprecher anstellte. Ab 1945 wurden die Pressestellen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung allmählich wieder eingerichtet. Im staatlich-öffentlichen Bereich entwickelte sich PR etwas zügiger als im wirtschaftlichen Sektor. Anfang der 50iger Jahre wurde PR auch an den Universitäten ein Thema (erste Dissertationen an der Universität Innsbruck). Ab 1960 wurden an der Universität Wien die ersten PR-Vorlesungen angeboten, 1963 die erste PR-Agentur und 1975 der österreichische PR-Verband gegründet. Der PRVA hatte 1999 ca. 250 Mitglieder, heute ca. 600," so Thier. Auch das Ausbildungsniveau der PR-Experten und Expertinnen habe sich verbessert: 1987 verfügten ca. 57 % über ein abgeschlossenes Studium, 2000 schon ca. 89 %. Als "Quoten-Mann" merkte er an, dass der Frauenanteil in der PR-Branche jetzt 70 - 80 % ausmacht, in 80igern Jahre waren noch 80% der PR-Fachleute Männer.

Integrierte Kommunikation - PR&Lobbying

Und dann ging Thier auf die mit Spannung erwartete Integrierte Kommunikation und das Kommunikationsmanagement ein: "Im integrierten, globalen Zeitalter braucht es eine integrierte, koordinierte Kommunikation, die an alle Stakeholder mitdenkt. Kommunikation oder PR ist heute nicht mehr das Verfassen eines Vorstandsbriefes oder eines Pressetextes, sondern viel mehr ein komplexer Prozess, den ich managen muss. ..."

Dass sich der alte Beruf im Laufe der Geschichte gewandelt habe, zeige z.B., dass sich die Lobbyisten nicht hinter Barack Obamas Wahlerfolg verstecken. "Heute hängt der Erfolg von Politikern und Wirtschaftstreibenden in einem enormen Ausmaß von ihrer Kommunikationsqualität ab. Und dahinter steht eine wachsende Profession. Heute hat der Kommunikator im Organigramm des Konzerns sein unbestrittenes fixes Kasterl. Und heute sitzt er mit der gleichen Berechtigung am Krisentisch wie der Chefjurist," bekräftigte Thier. Sein besonderes Lob galt den Kommunikatoren als Krisenmanager/innen: "Sie haben ein gutes Gefühl, sie denken an die Medien und an die Mitarbeiter, sie denken in Stories, in Erklärbarem, in Nachvollziehbarem, sie sind Verkäufer, Wissens- und Gewissensträger."

Informationsabend Integrierte Kommunikation, Lehrgang universitären Charakters, mit den Schwerpunkten PR/Lobbying und Angewandtes Marketing&BWL: 7.9.2010, www.bfi-wienakademie.at

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