- 12.07.2010, 10:14:11
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Gesund arbeiten gegen Frühpensionshoch
NÖGKK bietet Know-How zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
St. Pölten (OTS) - In die Diskussion um die Sicherung des
Pensionssystems - konkret um die Reduktion krankheitsbedingter
Frühpensionen - hat das WIFO mit dem Vorschlag aufhorchen lassen, die
Betriebe mehr in die Pflicht zu nehmen. Als Vorbild zitierte das WIFO
Finnland und die Niederlande, wo Betriebe eine längere Zeit die
Pensionen krankheitsbedingt freigesetzter Mitarbeiter selbst bezahlen
bzw. einen höheren Krankenversicherungsbeitrag für ihre Mitarbeiter
zahlen müssen.
Die NÖGKK setzt ebenfalls auf das Engagement der Arbeitgeber, wenn
es darum geht, eine gesunde Arbeitswelt zu schaffen. Allerdings nicht
mit Sanktionen, sondern mit Unterstützung und Know How - über
Projekte von Betrieblicher Gesundheitsförderung.
Dazu NÖGKK-Generaldirektor Konrad Köck: "Seit fünf Jahren
begleiten wir NÖ Betriebe mit großem Erfolg. Unsere Projekte basieren
auf internationalen Qualitätsstandards - dazu sind wir als Mitglied
des europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung
verpflichtet."
Wie wirkt betriebliche Gesundheitsförderung? Mitarbeiter und
Betriebsleitung orten gemeinsam Gesundheitsbelastungen im Betrieb und
suchen nach Lösungen, diese zu verringern. Da dies im Setting
passiert, also in der "Lebenswelt Betrieb", wirken die Maßnahmen
langfristig und erreichen viele Menschen.
Der Erfolg der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist dreifach:
- Kostenreduktion für Betriebe durch weniger Fehlzeiten, da diese
Programme nachweislich zu einer Reduktion von Absentismus
(Krankenstand oder krankheitsbedingte Frühpension) führen
- Mehr Lebensqualität für den Einzelnen
- Kostenersparnis für das Sozialsystem
NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter: "Wir sprechen von einer
win-win-win-Situation - alle profitieren von nachhaltigen
gesundheitsförderlichen Projekten." Laut wissenschaftlicher
Erhebungen birgt Betriebliche Gesundheitsförderung ein
volkswirtschaftliches Einsparungspotenzial von 3,6 Milliarden Euro
pro Jahr!
Bemerkenswert ist auch die Verschiebung der gesundheitlichen
Auswirkungen von vorwiegend körperlichen Beschwerden (z. B.
Rückenschmerzen) hin zu psychischen Diagnosen, ausgelöst durch
chronischen Stress, dauernde Erreichbarkeit, Probleme mit
Vorgesetzten und Kollegen, erhöhter Arbeitsdruck etc. In den
EU-Staaten betragen die jährlichen Kosten durch arbeitsbedingten
Stress 20 Milliarden Euro! In einem Spezialprojekt "Arbeit im
Einklang mit dem Leben" setzt das Europäische BGF-Netzwerk und damit
auch die NÖGKK gezielte Strategien gegen diese Entwicklung.
Infos: Leo Manseder, 050899/6215
Rückfragehinweis:
NÖ Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 050899-5121, Fax: 050899-5181
mailto:[email protected]
www.noegkk.at
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