- 08.07.2010, 09:20:50
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Creditreform PRIVATINSOLVENZSTATISTIK, 1. Quartal 2010: 43 Insolvenzen pro Werktag
5.275 Privatpersonen wurden insolvent
Wien (OTS) - Die endgültigen Zahlen der Creditreform
Privatinsol-venzstatistik für das 1. Halbjahr 2010 zeigen ein
weiteres Ansteigen der Insolvenzverfahren von Privatpersonen (+1,0%,
5.275 Fälle). Die Anzahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren
ist hierbei aber nur mehr leicht um 0,7% auf 4.594 Verfahren
angestiegen, während sich die mangels Masse abgewiesenen
Insolvenzanträge um 3,7% auf 681 Verfahren erhöht haben. Der
Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der für Österreich relativ
hohen Arbeitslosigkeit. Ohne Job und Einkommen verfügen viele
Privatschuldner nicht mehr über die Mittel zur Entschuldung mittels
Insolvenzverfahren. Die Insolvenzursachen liegen im richtigen, besser
- im falschen Umgang mit Geld, in Einkommensverschlechterungen sowie
im familiären Bereich.
Bundesländervergleich: 8 von 10.000 Erwachsenen sind zahlungsunfähig
Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt, dass in der
Steiermark (+10,9%), in Tirol (+4,4%) und in Wien (+4,1%) die
Insolvenzen am stärksten angestiegen sind. In Salzburg (-12,7%),
Vorarlberg (-7,1%) und Niederösterreich (-5,8%) sind sie hingegen
gesunken. Spitzenreiter bei der absoluten Zahl an Insolvenzen ist die
Bundeshauptstadt mit 2.033 Fällen wie auch in der relativen
Insolvenzbetroffenheit: Mehr als 15 von 10.000 erwachsene Wiener
wurden insolvent. Österreichweit wurden hingegen 8 von 10.000
Erwachsenen zahlungsunfähig.
Conclusio 1. Halbjahr 2010: Vorsorge ist gefragt
Der private Konsum hat trotz der Wirtschaftskrise in Österreich
erfreulicherweise kaum nachgelassen. Dies hat mit dazu beigetragen,
dass die Rezession weniger stark als in anderen Ländern ausgefallen
ist. Die de facto Stagnation bei den Privatinsolvenzen ist ein
weiteres positives Zeichen für die Wetterfestigkeit der
österreichischen Volkswirtschaft. Dennoch muss die Öffentlichkeit und
Politik dafür sorgen, dass Schuldenmachen - mehr Geld auszugeben als
man hat - vor allem wenn dann noch unerwartet der Job verloren oder
eine Ehe in Brüche geht, auch zu bitteren Konsequenzen führen kann.
Diese Botschaft sollte schon Jugendlichen in der Schule in einem
eigenen Unterrichtsfach beigebracht werden. Das wäre die beste
Insolvenzprophylaxe und Vorsorge.
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Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard M. Weinhofer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG
Tel.: +43-1-218 62 20-551
mailto: g.weinhofer@wien.creditreform.at
www.creditreform.at
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