- 05.07.2010, 15:43:43
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Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg an Günther J. Wolf
LH Sausgruber: Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement
Bregenz (OTS/VLK) - Dem Bludenzer Journalist, Autor und bekannten
"Hemingway-Experten" Günther J. Wolf hat Landeshauptmann Herbert
Sausgruber heute, Montag, in Bregenz das Große Verdienstzeichen des
Landes verliehen. Der 71-Jährige, der als Medienmann auch
international Erfahrung sammeln konnte, war Chefredakteur des
Bludenzer Anzeigers, schrieb mehrere Bücher, gestaltete TV-Reportagen
und betätigte sich in der Literatur- und in der Kulturszene.
Wolf war Begründer der Bludenzer Literaturtage, von "Jugend
schreibt", des Filmfestivals "Alpinale" und des Literaturkreises
"Klopfzeichen". Dem "Alpinale"-Festival stand er über zehn Jahre als
Präsident vor. Neben verschiedenen Fotoausstellungen hielt er
außerdem zahlreiche Lesungen als Autor im In- und Ausland. 1975 wurde
er für sein internationales journalistisches Engagement im Capitol zu
Rom mit dem "Commentatore" geehrt.
Ein Leben mit Hemingway
Wolfs große Leidenschaft gilt Ernest Hemingway. Als Initiator und
Sprecher des Förderkreises Ernest Hemingway veranstaltete er im
Montafon in den letzten Jahren immer wieder öffentliche
Veranstaltungen. 2007 initiierte er als Projektleiter das Denkmal
"Ernest Hemingway Memorial", das ein Jahr später unter großem
Medienecho in Schruns realisiert wurde. Einen spektakulären Erfolg
landete Wolf im Jahr 2000 mit dem Buch "Paradies ohne Wiederkehr -
Ernest Hemingway im Montafon". Dessen Präsentation auf der
Frankfurter Buchmesse schlug sich in Rezensionen in rund 60
internationalen Zeitungen nieder. Zum Thema "Hemingway im Montafon"
gestaltete er daraufhin diverse TV-Reportagen mit nationalen und
internationalen Fernsehanstalten.
2002 organisierte Wolf mit 20 Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern
eine Expedition nach Kenia. "Mit Hemingway vom Silvretta-Gletschereis
zum Eis des Kilimandscharo" lautete das Motto der Dokumentarreise.
Dabei zeigten Wolf und sein Freund Andreas Seeburger große
Eigeninitiative für ein soziales Hilfswerk, konkret die Sanierung und
den Ausbau eines Spitals und einer Schule in Kenia. Beide
Institutionen arbeiten heute erfolgreich und gelten als vorbildliche
Beispiele privater Entwicklungshilfe. Besuchten am Beginn noch 150
Schülerinnen und Schüler die Ausbildungseinrichtung, sind es jetzt
rund 1.500.
Das Buch "Silvretta Connection: die schicksalhaften Aufenthalte
von Ernest Hemingway und John Dos Passos im Montafon" aus dem Jahr
2008 knüpfte nahtlos an die Erfolge von "Paradies ohne Wiederkehr"
an. Der Österreichische Schriftstellerverband würdigte es 2009 in
dessen Dokumentation "Literarisches Österreich" als "besonderes
literarisches Werk". Derzeit richtet Wolf zusammen mit dem
Geschäftsführer der Schruns-Tschagguns Tourismus GmbH, Manuel
Bitschnau, einen Ernest Hemingway Corner im "Haus des Gastes" in
Schruns ein. Darüber hinaus arbeitet er an einem Dokumentarfilm zu
"Silvretta Connection". Zusammen mit dem Buch soll der Film Licht in
manche noch unbekannte Seite des abenteuerlichen Lebens Hemingways
bringen.
"Rastloser Arbeiter"
Landeshauptmann Sausgruber bezeichnete Wolf als "rastlosen
Arbeiter, der das kulturelle Leben in Vorarlberg durch eine Vielzahl
an Initiativen wesentlich bereichert hat". Obwohl seit 2004 in
Pension, arbeitet der "Commentatore" weiter als Berater, Redakteur
und Kommentator beim "Bludenzer Anzeiger" mit. Die akribische
Aufarbeitung der Hemingway-Aufenthalte im Montafon und die
Beschäftigung mit dessen Leben hätten ihn zu einem der bedeutendsten
Hemingway-Experten weltweit werden lassen, so Sausgruber.
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