Sommerfreifahrt für Kinder und Jugendliche:

Tirol wird nicht dadurch zum familienfreundlichsten Bundesland, dass im Brenner Basistunnel Steuermilliarden vergraben werden!

Schwaz in Tirol (OTS) - Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) betont immer wieder aufs Neue, Tirol zum familienfreundlichsten Bundesland entwickeln zu wollen. Kurz vor den Tiroler Landtagswahlen 2008 wurde deshalb u.a. die Sommerfreifahrt für Kinder und Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als Wahlzuckerl verteilt. Während in den Sommerferien 2008 und 2009 Kinder und Jugendliche Bus und Bahn in Tirol gratis benutzen konnten, plant der für den öffentlichen Verkehr zuständige Landeshauptmannstellvertreter Ök.-Rat Anton Steixner (ÖVP) für die Sommerferien 2010 die Abschaffung der Gratisfahrt und die Einführung eines Selbstbehaltes für Kinder und Jugendliche. 2009 hat die Freifahrt für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von deren Herkunft das Land Tirol ungefähr 1,5 Millionen Euro gekostet. Der "ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol" fordert, dass Kinder und Jugendliche Bus und Bahn auch in den Sommerferien 2010 gratis benützen können. Zur Finanzierung dieser Gratisfahrt ist in Tirol mehr als genug Geld vorhanden. Immerhin hat Landeshauptmann Platter bereits im März 2010 angekündigt, für die Finanzierung des Brenner Basistunnels zu den bereits getätigten Vorleistungen in der Höhe von 70 Millionen Euro weitere 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Da der Brenner Basistunnel aufgrund fehlender verkehrspolitischer Rahmenbedingungen ohnedies nichts dazu beitragen wird, dass der Transitverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird, können die geplanten Millionenausgaben umgehend eingespart werden. Die sommerliche Gratisfahrt für Kinder und Jugendliche bei Bus und Bahn kann so nicht nur für das Jahr 2010 sondern auf Jahrzehnte hinaus problemlos finanziert werden. Tirol wird nicht dadurch zum familienfreundlichsten Bundesland, dass unsere Regierung von der Allgemeinheit hart erarbeitete Steuermilliarden am Brenner vergraben lässt, sondern indem ein Teil des einzusparenden Steuergelds gezielt für familienfördernde Maßnahmen eingesetzt wird.

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Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
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