• 05.07.2010, 08:59:35
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Sommerfreifahrt für Kinder und Jugendliche:

Tirol wird nicht dadurch zum familienfreundlichsten Bundesland, dass im Brenner Basistunnel Steuermilliarden vergraben werden!

Schwaz in Tirol (OTS) - Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP)
betont immer wieder aufs Neue, Tirol zum familienfreundlichsten
Bundesland entwickeln zu wollen. Kurz vor den Tiroler Landtagswahlen
2008 wurde deshalb u.a. die Sommerfreifahrt für Kinder und
Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, als
Wahlzuckerl verteilt. Während in den Sommerferien 2008 und 2009
Kinder und Jugendliche Bus und Bahn in Tirol gratis benutzen konnten,
plant der für den öffentlichen Verkehr zuständige
Landeshauptmannstellvertreter Ök.-Rat Anton Steixner (ÖVP) für die
Sommerferien 2010 die Abschaffung der Gratisfahrt und die Einführung
eines Selbstbehaltes für Kinder und Jugendliche. 2009 hat die
Freifahrt für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von deren
Herkunft das Land Tirol ungefähr 1,5 Millionen Euro gekostet. Der
"ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol" fordert, dass Kinder und Jugendliche
Bus und Bahn auch in den Sommerferien 2010 gratis benützen können.
Zur Finanzierung dieser Gratisfahrt ist in Tirol mehr als genug Geld
vorhanden. Immerhin hat Landeshauptmann Platter bereits im März 2010
angekündigt, für die Finanzierung des Brenner Basistunnels zu den
bereits getätigten Vorleistungen in der Höhe von 70 Millionen Euro
weitere 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Da der
Brenner Basistunnel aufgrund fehlender verkehrspolitischer
Rahmenbedingungen ohnedies nichts dazu beitragen wird, dass der
Transitverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird, können
die geplanten Millionenausgaben umgehend eingespart werden. Die
sommerliche Gratisfahrt für Kinder und Jugendliche bei Bus und Bahn
kann so nicht nur für das Jahr 2010 sondern auf Jahrzehnte hinaus
problemlos finanziert werden. Tirol wird nicht dadurch zum
familienfreundlichsten Bundesland, dass unsere Regierung von der
Allgemeinheit hart erarbeitete Steuermilliarden am Brenner vergraben
lässt, sondern indem ein Teil des einzusparenden Steuergelds gezielt
für familienfördernde Maßnahmen eingesetzt wird.

Rückfragehinweis:
Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
Pirchanger 73, 6130 Schwaz in Tirol
mailto:[email protected]
http://www.fahrgast-tirol.at

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