"profil": Hypo Alpe-Adria: Ex-BayernLB-Chef Schmidt soll Informationen unterschlagen haben

Kritisches Hypo-Dossier aus 2006 wurde Gesamtvorstand nicht vorgelegt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gerät der der Untreue und des Betrugs verdächtige frühere Chef der Bayerischen Landesbank Werner Schmidt zusehends unter Druck. Er soll dem Vorstand der BayernLB ein im Oktober 2006 von seinem Stab verfasstes sehr kritisches Dossier zur Lage der Hypo Alpe-Adria Bank International AG vorenthalten haben. Darin wird der Verdacht formuliert, das Land Kärnten suche einen raschen Verkaufsabschluss, "bevor Probleme offenkundig werden". Das mit 6. Oktober 2006 datierte Dokument wurde im Vorstand jedoch nie diskutiert, wie Schmidts ehemaliger Vorstandskollege Gerhard Gribkowsky bei einer Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft München I am 2. Februar 2010 aussagte. Das Protokoll liegt "profil" vor. Darin heißt es unter anderem: "Ich habe an diese Präsentation keine Erinnerung ... Das Papier ... hat keinen Freizeichnungsvermerk von Werner Schmidt. Dies wäre aber üblich gewesen ... Da das Papier inhaltlich aber kritisch ist, kann ich mir schon deswegen nicht vorstellen, dass es von Schmidt dem Vorstand präsentiert wurde, weil man normalerweise, wenn man für ein Erwerbsprojekt im Vorstand werben will, auch das Papier entsprechend aufbereitet."

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