• 01.07.2010, 16:15:55
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NÖ Bauernbunddirektor Penz: Biomasse hat größtes Ausbaupotenzial

Erneuerbare Energien forcieren - Kritik an Kapitalerhöhung der EVN

Bauernbunddirektor Hans Penz: "Ausbau der alternativen Energien bringt auch Wertschöpfung für die Region."

Wien (OTS) - Angesichts der unvermindert hohen Abhängigkeit von
Importen fossiler Energieträger aus dem Ausland, verlangt der NÖ
Bauernbund eine stärkere Akzentuierung der erneuerbaren
Energieformen. "Wir können sonst das Ziel, im Jahr 2020 die Hälfte
unseres gesamten Energiebedarfs durch alternative Energien zu decken,
nicht erreichen", warnt Bauernbunddirektor Hans Penz.

Eine der wichtigsten Alternativen auf dem Gebiet der erneuerbaren
Energie sei die Biomasse (Holz, Häckselgut, Stroh) zur Gewinnung von
Wärme und Strom. Das habe sich schon bei der Gaskrise im Vorjahr
gezeigt, als Biomasse in Österreich als Alternative genutzt und damit
mehr als 1 Mio. Kubikmeter Erdgas in der Stunde substituiert werden
konnte.

Trotz Konjunktureinbruchs und günstiger Heizölpreise habe sich der
Aufwärtstrend 2009 mit 21.300 neuen Biomasseheizungen fortgesetzt.
Von den rund 2,3 Mio. Zentralheizungen in Österreich sei bereits jede
vierte eine Stückholz-, Hackgut- oder Pelletsheizung, womit die
Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft wären, so Penz. "Wir
schätzen das Potenzial der heimischen Biomasse viermal so hoch ein,
wie jenes der Wasserkraft", sagt der Direktor des NÖ Bauernbundes,
"für den NÖ Bauernbund gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit und des
Machbaren."

In diesem Zusammenhang übt Penz Kritik an der jüngst bekannt
gegebenen Kapitalerhöhung des Energieversorgungsunternehmens EVN um
EUR 200 Mio., die ein Investitionsvolumen von EUR 800 Mio. in
erneuerbare Energien möglich machen soll. "Diese Kapitalaufstockung
fließt ausschließlich in den Ausbau von Wasser- und Windkraft",
bemängelt der Bauernbunddirektor die Strategie der EVN. "Biomasse,
die unsere Bauern produzieren und unter anderem auch an die EVN
liefern, wird nicht einmal erwähnt." Die EVN sollte die heimischen
Energiepotenziale nutzen, weil damit schließlich auch Wertschöpfung
in der regionalen Wirtschaft lukriert werde, so Penz.

Die energetische Nutzung fester Biomasse ist in den letzten Jahren
signifikant gestiegen und dient auch der Reduzierung von
Kohlenstoffdioxid. Mit biogenen Brennstoffen konnten im Vorjahr rund
14 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.
(Schluss)

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Rückfragehinweis:

Herbert Pollak
   Niederösterreichischer Bauernbund 
   Tel.Nr. 02742/9020-232
   Mobil: +43/650/2831995
   E-Mail: herbert.pollak@noebauernbund.at 
   www.noebauernbund.at

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