• 01.07.2010, 10:00:16
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Volkshilfe präsentiert neue Broschüre zum Thema Frauenarmut

Barbara Stöckl und GF Erich Fenninger "Frauenarmut nicht einfach hinnehmen"

Wien (OTS) - In Österreich leben mehr Frauen als Männer in Armut,
das ist bekannt: Mehr als jede zehnte Frau ist davon bedroht. Am
häufigsten betroffen sind Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen und
Frauen mit Migrationshintergrund. Die Ursachen sind ebenfalls nicht
unbekannt: Unterbrochene Erwerbsbiografien, geringere Entlohnung,
unbezahlte Betreuungs- und Versorgungsarbeit und Diskriminierung
zählen dazu.

Um Auswege aus der Armut zu finden, braucht es die Anstrengung
aller. Es braucht Information, es braucht politische Maßnahmen, es
braucht die Ermutigung betroffener Frauen. Frauenarmut geht uns alle
an, denn es kann jede von uns treffen. "Manchmal geht das schneller
als man denkt: Scheidung, Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes
und schon befindet sich frau in der Armutsspirale. Selbst wieder
herauszufinden, ist da oft sehr schwierig", sagt Mag. (FH) Erich
Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich. Die
Volkshilfe leistet mit ihrer neuen Broschüre "Armut ist weiblich"
einen Beitrag im Kampf gegen Frauenarmut.

Sie bietet mit diesem neuen Ratgeber Informationen über die
Ist-Situation, zeigt politische Forderungen auf, lässt Frauen mit
Armutserfahrung zu Wort kommen und schlägt mögliche
Handlungsanleitungen für betroffene Frauen vor. "Wir leisten mit
dieser Broschüre Bewusstseinsarbeit und bieten Hilfestellung für
Organisationen und Vereine, die in ihrer tagtäglichen Arbeit mit
Armut konfrontiert sind. Nicht zuletzt soll betroffenen Frauen gesagt
werden: Ihr seid nicht alleine! Und es ist euer Recht, bestehende
Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen", erläutert Verena Fabris,
Armutsexpertin der Volkshilfe, die Absichten der Broschüre.

Barbara Stöckl, eine der österreichischen BotschafterInnen des
Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung betont die
Notwendigkeit des Engagements: "Es ist eine Schande, dass es in
Europa immer noch Armut gibt, und sie ist oft weiblich. Ich
unterstütze daher gerne Maßnahmen, die auf das Problem hinweisen,
aber auch Hilfen und Lösungsansätze speziell für Frauen
transportieren. Wenn man die Augen auf macht, dann ist auch in
Österreich viel Armut sichtbar. Auch wenn diese heute anders aussieht
als viele von uns glauben. Dagegen müssen wir alle etwas tun!"

Die Produktion der Broschüre wurde von der Bundesministerin für
Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek unterstützt.
Die Broschüre liegt in diversen Beratungseinrichtungen so wie in den
zahlreichen von den aktiven neun Landesorganisationen der Volkshilfe
betriebenen Einrichtungen auf. Download der Broschüre unter
www.vokshilfe.at

Mit der Kampagne "armut tut weh" unter der Schirmherrinnenschaft
von Margit Fischer hilft die Volkshilfe unbürokratisch und schnell in
akuten Notsituationen.

Spendenkonto: 90.175.000, BLZ 60000
Spenden an die Volkshilfe sind steuerlich absetzbar!

Rückfragehinweis:
Erwin Berger, MAS
Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
E: [email protected],
T: 0676 834 02 215

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