Volkshilfe präsentiert neue Broschüre zum Thema Frauenarmut

Barbara Stöckl und GF Erich Fenninger "Frauenarmut nicht einfach hinnehmen"

Wien (OTS) - In Österreich leben mehr Frauen als Männer in Armut, das ist bekannt: Mehr als jede zehnte Frau ist davon bedroht. Am häufigsten betroffen sind Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen und Frauen mit Migrationshintergrund. Die Ursachen sind ebenfalls nicht unbekannt: Unterbrochene Erwerbsbiografien, geringere Entlohnung, unbezahlte Betreuungs- und Versorgungsarbeit und Diskriminierung zählen dazu.

Um Auswege aus der Armut zu finden, braucht es die Anstrengung aller. Es braucht Information, es braucht politische Maßnahmen, es braucht die Ermutigung betroffener Frauen. Frauenarmut geht uns alle an, denn es kann jede von uns treffen. "Manchmal geht das schneller als man denkt: Scheidung, Krankheit oder Verlust des Arbeitsplatzes und schon befindet sich frau in der Armutsspirale. Selbst wieder herauszufinden, ist da oft sehr schwierig", sagt Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich. Die Volkshilfe leistet mit ihrer neuen Broschüre "Armut ist weiblich" einen Beitrag im Kampf gegen Frauenarmut.

Sie bietet mit diesem neuen Ratgeber Informationen über die Ist-Situation, zeigt politische Forderungen auf, lässt Frauen mit Armutserfahrung zu Wort kommen und schlägt mögliche Handlungsanleitungen für betroffene Frauen vor. "Wir leisten mit dieser Broschüre Bewusstseinsarbeit und bieten Hilfestellung für Organisationen und Vereine, die in ihrer tagtäglichen Arbeit mit Armut konfrontiert sind. Nicht zuletzt soll betroffenen Frauen gesagt werden: Ihr seid nicht alleine! Und es ist euer Recht, bestehende Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen", erläutert Verena Fabris, Armutsexpertin der Volkshilfe, die Absichten der Broschüre.

Barbara Stöckl, eine der österreichischen BotschafterInnen des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung betont die Notwendigkeit des Engagements: "Es ist eine Schande, dass es in Europa immer noch Armut gibt, und sie ist oft weiblich. Ich unterstütze daher gerne Maßnahmen, die auf das Problem hinweisen, aber auch Hilfen und Lösungsansätze speziell für Frauen transportieren. Wenn man die Augen auf macht, dann ist auch in Österreich viel Armut sichtbar. Auch wenn diese heute anders aussieht als viele von uns glauben. Dagegen müssen wir alle etwas tun!"

Die Produktion der Broschüre wurde von der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek unterstützt. Die Broschüre liegt in diversen Beratungseinrichtungen so wie in den zahlreichen von den aktiven neun Landesorganisationen der Volkshilfe betriebenen Einrichtungen auf. Download der Broschüre unter www.vokshilfe.at

Mit der Kampagne "armut tut weh" unter der Schirmherrinnenschaft von Margit Fischer hilft die Volkshilfe unbürokratisch und schnell in akuten Notsituationen.

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