AK: Nicht an der Sprit-Preisschraube vor den Ferien drehen!

Appell an Mineralölfirmen, Preise nicht zu erhöhen

Wien (OTS) - Darf?s ein bisserl mehr sein? Die Autofahrerclubs bestätigten, dass sich die Mineralölfirmen ein zusätzliches Körberlgeld mit Preiserhöhungen kurz vor den Ferien oder dem "Feiertagszuschlag" holen, kritisiert die AK. "Nur ein Cent Spritpreiserhöhung kostet die Autofahrer in Österreich rund 300.000 Euro pro Tag", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. "Das kann nicht sein! Die Spritpreise sind ohnehin hoch und das trifft die Pendler am härtesten", so Tumpel. Die AK appelliert an die Mineralölfirmen, vor den Ferien die Preise nicht in die Höhe zu schrauben. Außerdem würden die AutofahrerInnen durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer zusätzlich draufzahlen. Das kommt für die AK nicht in Frage!

Im Jahres-Vergleich Juni sind die Dieselpreise um durchschnittlich zehn Prozent in die Höhe gegangen, die Eurosuperpreise um sechs Prozent. Das zeigt die AK Treibstoffpreis-Analyse bei knapp 1.480 Tankstellen in ganz Österreich. Durch die hohen Spritpreise zahlt heute ein Pendler von Gänserndorf nach Wien (rund 35 Kilometer für einen Arbeitsweg) um 100 Euro mehr im Jahr fürs Tanken als noch im Vorjahr.

Eine vorgeschlagene Erhöhung der Mineralölsteuer um zehn Cent pro Liter würde für einen Durchschnittspendler nochmals Mehrkosten von 120 Euro im Jahr bedeuten. "Das kann nicht sein, dass die Autofahrer draufzahlen - vor allem jene, die auf ihr Auto angewiesen sind auf den Weg in die Arbeit", betont Tumpel.

AK Tipps für KonsumentInnen, die mit dem Auto in den Urlaub fahren: Wenn möglich das Tanken an den Autobahntankstellen vermeiden! Denn durchschnittlich liegen die Preise an den Autobahntankstellen um elf Prozent höher als an den "normalen" Tankstellen. Generell gilt:
Diskonter sind billiger - im Durchschnitt um ein bis zwei Cent pro Liter als Markentankstellen. Wer Österreich mit dem Auto verlässt, sollte seinen Tank noch bis oben hin voll füllen - in Österreichs Nachbarstaaten ist das Tanken mit Ausnahme Sloweniens großteils deutlich teurer als hier zu Lande.

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