- 29.06.2010, 09:37:43
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LUX-Filmpreis des Europäischen Parlaments: Zehn Filme für 2010 nominiert
Österreich mit dem Film "Lourdes" von Jessica Hausner vertreten
Wien (OTS) - Das Europäische Parlament hat gestern Abend die
Vorauswahl für die zehn Filme bekanntgegeben, die nun im Wettbewerb
um den diesjährigen LUX-Filmpreis stehen. Der LUX-Filmpreis des
Europäischen Parlaments wird im Rahmen des Europäischen Filmfestivals
Brüssel verliehen. Nominiert wurden Filme aus Deutschland,
Österreich, Belgien, Frankreich, Dänemark, Griechenland,
Großbritannien Ungarn, Italien, Litauen und Rumänien. Die nominierten
Produktionen stehen alle für die kreative Spitzenleistung des
europäischen Kinos, die das Europäische Parlament mit Freude
unterstützt.
Die nachfolgenden zehn Filme wurden für den LUX-Filmpreis des
Europäischen Parlaments 2010 nominiert:
* Akadimia Platonos (Platons Akademie) von Filippos Tsitos
(Griechenland, Deutschland)
* Bibliothèque Pascal (Bibliothek Pascal) von Szabolcs Hajdu (Ungarn,
Deutschland, Großbritannien, Rumänien)
* Die Fremde von Feo Aladag (Deutschland)
* Illégal (Illegal) von Olivier Masset-Depasse (Belgien)
* Indigène d'Eurasie (Östliche Strömung) von Sharunas Bartas
(Litauen, Frankreich, Großbritannien)
* Io sono l'amore (Ich bin Liebe) von Luca Guadagnino (Italien)
* La bocca del lupo (Das Maul des Wolfes) von Pietro Marcello
(Italien)
* Lourdes von Jessica Hausner (Österreich, Frankreich, Deutschland)
* Medalia de onoare (Ehrenmedaille) von Calin Peter Netzer
(Deutschland, Rumänien)
* R von Tobias Lindholm und Michael Noer (Dänemark)
Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem LUX-Filmpreis und der
"Venedig-Tage"-Sektion der Internationalen Filmfestspiele Venedig
werden mindestens drei Favoriten um den LUX-Filmpreis auf der
Pressekonferenz der "Venedig-Tage" am 27. Juli 2010 bekannt gegeben.
Die Wettbewerbsbeiträge werden das erste Mal in Venedig vorgeführt.
Im Anschluss daran werden sie vom 26. Oktober bis zum 19. November im
Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen sein. Die
Europaabgeordneten werden dann den Gewinnerfilm wählen. Die
Preisverleihung unter dem Vorsitz von Parlamentspräsident Jerzy Buzek
wird am 24. November in Straßburg stattfinden.
Mit dem LUX-Filmpreis bekennt sich das Europäische Parlament zum
europäischen Kino
Der LUX-Filmpreis (Lux im Lateinischen bedeutet Licht und spielt auf
die Gebrüder Lumière an) wurde 2007 eingeführt. Als "greifbares"
Symbol soll er das Bekenntnis des Europäischen Parlaments zur
europäischen Filmindustrie und ihrer Kreativität widerspiegeln. Jeder
einzelne Filmbeitrag bietet, unabhängig von den darin dargestellten
persönlichen, historischen oder sozialen Themen, einen Einblick auf
die EuropäerInnen und ihr Leben, ihre Überzeugungen, ihre Zweifel und
ihre Suche nach Identität.
Gewinner der letzten Jahre waren die Filme Auf der anderen Seite
(2007), Le silence de Lorna (2008) und Welcome (2009). Der Filmpreis
LUX finanziert die Untertitelung in alle 23 Amtssprachen der EU und
die Überarbeitung des Films in eine Fassung für hör- und
sehbehinderte Menschen. Zudem wird für jedes Mitgliedsland der EU
eine 35mm-Kopie erstellt beziehungsweise die Verbreitung auf DVD
gefördert.
Teilnahmekriterien und Auswahlverfahren
Um an der offiziellen Auswahl des LUX-Filmpreises 2010 teilzunehmen,
müssen die Filme folgende Kriterien erfüllen: Science Fiction,
Animationsfilme oder kreative Dokumentationen, Mindestlaufspielzeit
von 60 Minuten, Veranschaulichung oder Hinterfragung der
Gründungswerte der europäischen Identität, die kulturelle Vielfalt
Europas oder das Zusammenwachsen Europas im Hinblick auf den
europäischen Integrationsprozess; Produktionen oder Ko-Produktionen,
die für die Teilnahme am MEDIA Programme (Europäische Union,
Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) geeignet sind;
Uraufführung in den Kinos zwischen 1. Juni 2009 und 31. Mai 2010.
Ein hochkarätiges Gremium entscheidet jedes Jahr über die offizielle
Auswahl für den LUX-Filmpreis. Dieses setzt sich zusammen aus
ProduzentInnen, Vertriebspartnern, AusstellerInnen, LeiterInnen von
Festivals oder FilmkritikerInnen. Ein Drittel des Auswahlgremiums,
dessen MitgliederInnen vom Ausschuss für Kultur und Bildung des
Europäischen Parlaments ernannt werden, wird jährlich neu eingesetzt.
Zur Jury gehört auch der Gewinner des LUX-Filmpreises vom Vorjahr.
Als Beobachter sind die Europäische Kommission (MEDIA) und der
Europarat (EURIMAGES) vertreten.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Bertrand PELTIER, Tel. +32 498 98 32 37
Marisella ROSSETTI, Tel. +32 498 98 32 37
[email protected]
www.lux-prize.eu
Rückfragehinweis:
Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich
Mag. Georg Pfeifer, Presse-Attaché
Tel.: (++43-1) 516 17/206
mailto:[email protected]
http://www.europarl.at
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