- 28.06.2010, 15:29:05
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Kardinal Schönborn informierte Papst Benedikt XVI. über Kirchensituation in Österreich
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Vatikanstadt (OTS) - Vatikanstadt, 28.06.10 (PEW) Kardinal
Christoph Schönborn hat am Montag Papst Benedikt XVI. über die
aktuelle Situation der Kirche in Österreich berichtet. Der Erzbischof
von Wien und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz hatte
darum gebeten, den Papst persönlich über die Entwicklungen der
letzten Monate informieren zu können. Zugleich wollte der Kardinal
auch die "genaue Bedeutung" einiger seiner Erklärungen zu Fragen der
kirchlichen Disziplin und zu Aspekten der Vorgangsweise des
Päpstlichen Staatssekretariats im Hinblick auf die "Causa Groer"
darlegen. Papst Benedikt XVI. erinnerte bei der Begegnung mit großer
Herzlichkeit an seinen Pastoralbesuch im Jahr 2007 und bat Kardinal
Schönborn, der katholischen Kirche in Österreich und ihren Hirten
"seinen Gruß und seine Ermutigung" zu übermitteln. Er vertraue die
Kirche in Österreich der Fürsprache der in Mariazell so innig
verehrten Gottesmutter an.
Beim anschließenden Gespräch mit den Kardinälen Angelo Sodano (Dekan
des Heiligen Kollegiums) und Tarcisio Bertone
(Kardinal-Staatssekretär) wurden - wie es in einer vatikanischen
Erklärung heißt - einige "Mißverständnisse" geklärt, die "teils" auf
einige Äußerungen von Kardinal Schönborn zurückzuführen seien.
Insbesondere sei daran erinnert worden, dass bei Anklagen gegen einen
Kardinal nur der Papst zuständig sei. Kardinal Sodano stellte bei dem
Gespräch auch das "Mißverständnis" um das von ihm am Ostersonntag
gebrauchte Wort "chiacchiericcio" (Geschwätz) klar, das irreführend
als Mangel an Respekt für die Opfer sexuellen Missbrauchs
interpretiert worden sei. Tatsächlich teile er aber die selben
Gefühle des Mitleids und der Verurteilung des Übels, wie sie Benedikt
XVI. immer wieder zum Ausdruck gebracht habe. Das Wort
"chiacchericcio" sei wörtlich aus der Palmsonntagspredigt von
Benedikt XVI. entnommen worden; dort sei sie auf die "Tapferkeit"
bezogen gewesen, "die sich nicht vom "chiacchiericcio" (Geschwätz)
der herrschenden Meinungen einschüchtern lässt".
Im Gespräch mit dem "Pressedienst der Erzdiözese Wien" sagte
Kardinal Schönborn, dass er keine weiteren Kommentare abgeben wolle.
(ende)
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