- 28.06.2010, 10:30:24
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Hundstorfer: "Roma haben Zukunft am Arbeitsmarkt"
Sozialminister eröffnet Roma-Arbeitsmarktkonferenz
Wien (OTS/BMASK) - Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer
eröffnete am Montag gemeinsam mit Volksgruppenbeiratsvorsitzenden
Rudolf Sarközi und Volkshilfechef Erich Fenninger die Internationalen
Konferenz "Romani Butji (sprich: Romani Butschi - auf dt.: Arbeit der
Roma) - Erfolgsgeschichten und Perspektiven der Roma & Sinti am
europäischen Arbeitsmarkt". Der Sozialminister unterstrich in seiner
Eröffnungsrede, dass Roma und Sinti am Arbeitsmarkt zu den
benachteiligten Gruppen zählen. Projekte wie THARA würden aber ihre
Chancen deutlich erhöhen. "Roma haben Zukunft am Arbeitsmarkt", ist
Hundstorfer überzeugt. ****
Die Konferenz des Projekts THARA - Beratung und Dialog - der
Volkshilfe, das aus Arbeitsmarktmitteln des Bundesministeriums für
Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz finanziert wird, findet heute
und morgen im Bundesministerium am Stubenring statt. "Wir haben in
unser Haus eingeladen, um zu zeigen, dass wir zu den Bemühungen
dieses Projekts in besonderer Weise stehen", sagte Hundstorfer,
weiters sei es besonderes wichtig, die Anliegen des "Europäischen
Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung - 2010 -
ernst zu nehmen und gemeinsam zu verbreiten. "Im gemeinsamen
europäischen Konzept, das alle Mitgliedstaaten unterstützen, ist die
Förderung der sozialen Eingliederung von benachteiligten Gruppen in
den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft überhaupt - ein zentrales
Anliegen, womit wir auch die Sicherung der Teilhabechancen für alle
und die Stärkung des Zusammenhalts der Gesellschaft erreichen
wollen", führte Hundstorfer aus.
"Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist oft die Grundvoraussetzung
für die Eingliederung in die Gesellschaft überhaupt, eine der
notwendigen Voraussetzungen der Sicherung gegen Armut ist Arbeit
und/oder ein existenzsicherndes Einkommen", sagte Hundstorfer in
seiner Eröffnungsrede, in der er auch ausführte, dass es
THARA-Projekte in Wien seit rund fünf Jahren gebe. Diese trugen durch
langjährige erfolgreiche Arbeit dazu bei, die Chancen für Roma und
Sinti zu verbessern. Das ursprünglich als europäisches Projekt im
Programm EQUAL mit Kofinanzierung durch die Europäische Union
durchgeführte Initiative "THARA-Haus" im 5. Bezirk in Wien half
Roma-Jugendlichen bei der Integration im Bezug auf Bildung, Soziales,
Kulturelles und Arbeitsmarkt. Das Projekt "THARA Amarotrajo" war
eine arbeitsmarktpolitische Berufs- und Bildungsberatungseinrichtung
für Roma und Sinti, das Folgeprojekt "THARA - Roma in Transition"
bildete eine Brücke zwischen Angehörigen der Romagemeinschaften und
Institutionen der österreichischen Mehrheitsgesellschaft.
Seit Herbst 2009 ist das aktuelle Projekt THARA - "Beratung & Dialog.
Im ersten Halbjahr wurden 145 Personen im Bereich Berufsberatung /
Bildungsberatung / Lehrstellencoaching beraten, 16 Jugendliche waren
in einer Berufsorientierungsmaßnahme, sie wurden vom
Arbeitsmarktservice durch die Förderung für die "Deckung des
Lebensunterhalts" (DLU) unterstützt. Das Pilotprojekt Thara sei als
Ergänzung zu den allgemeinen, integrativen Maßnahmen des
Arbeitsmarktservice zu sehen, das natürlich Maßnahmen für alle
Gruppen der Bevölkerung in gleicher Weise anbietet.
Perspektiven und Chancen von Roma und Sinti am Arbeitsmarkt zu
erhöhen, das sei langfristiges Ziel all dieser Projekte, schloss
Hundstorfer und ergänzte, dass "Thara" auf Romanes "morgen" aber auch
"Zukunft" bedeute, die es nachhaltig zu sichern gelte. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer , Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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