- 27.06.2010, 08:01:02
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"trend": Strafverfahren nach Cosmos-Pleite
Der Streit um die Cosmos-Schutzbriefe geht in die nächste Runde.
Wien (OTS) - Der Streit um die rund 400.000 so genannten
"Schutzbriefe", eine Art Gerätepolizze, die Schäden auch nach Ende
der Gewährleistungsfrist versichert, wird nun ein Fall für den
Staatsanwalt, schreibt das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am
Montag erscheinenden Ausgabe. Zunächst hatte der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) dem Wiener Versicherungsmakler itonia
it-insurance & service GmbH, der die Schutzbriefe seit 2005 an
Cosmos-Kunden verkaufte, sowie der Generali, die quasi als
Rückversicherer fungierte, vorgeworfen, die versprochenen Leistungen
nicht zu erbringen, und eine zivilrechtliche Musterklage eingebracht.
Nun kontert itonia-Geschäftsführer Peter Teix seinerseits mit einer
Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. So habe Cosmos der
itonia in der Vergangenheit Leistungen verrechnet, die gar nicht
erbracht wurden. Sollte sich das als wahr herausstellen,
dann wäre das schlicht Betrug. In Summe ginge es, so Teix, um
3,5 Millionen Euro. Weiters würden der itonia noch 700.000 Euro an
Prämien auf Treuhandkonten bei Cosmos zustehen, die Kunden dort für
ihre Schutzbriefe eingezahlt hätten.
Den Vorwurf, die Cosmos-Kunden nach der Insolvenz im Regen stehen zu
lassen, weist Teix vehement zurück. Alle gedeckten Schäden würden
weiterhin reguliert. "Wir haben seit 2005 rund 55.000 Schäden im
Volumen von über fünf Millionen Euro bezahlt", rechtfertigt sich der
itonia-Chef. Der VKI moniert dagegen, die itonia lehne viele
Schadensanträge ab, obwohl sehr wohl Versicherungsschutz bestehe.
Eine endgültige Klarstellung wird - durch alle Instanzen durch - noch
lange dauern.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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