- 26.06.2010, 10:59:52
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Spindelegger: "EU-Donauraumstrategie zügig umsetzen"
Spindelegger/Außenpolitik/Europa-Forum Wachau/Johannes Hahn/Erwin Pröll/Gordan Jandrokovic/Miroslav Lajcak
Wien (OTS) - "Wir müssen unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten so
steigern, dass wir jederzeit mit den Wettbewerbsstärksten der Welt
mithalten können, nur so können wir langfristig unseren hohen
Lebensstandard sichern. Dazu gehört auch ein genaues strategisches
Konzept. Zentrale Schlüsselstelle dafür ist der Donauraum", so
Außenminister Spindelegger heute anlässlich der Eröffnung des 15.
Europa-Forums Wachau unter Anwesenheit der Außenminister Kroatiens,
Gordan Jandrokovic, und der Slowakei, Miroslav Lajcak, sowie des
EU-Kommissars Johannes Hahn und Niederösterreichs Landeshauptmann
Erwin Pröll. "Etwa 30 Prozent unserer Exporte gingen allein in den
Donauraum. Österreich muss sich darin als exportorientiertes, offenes
Land einbringen. Von Beginn meiner Tätigkeit als Außenminister an war
ich daher bemüht, die Möglichkeiten des Donauraums im neuen Europa
deutlich zu machen, jetzt müssen wir die neue Donauraumstrategie
zügig umsetzen", sagte der Außenminister.
In diesem Zusammenhang sprach sich Spindelegger für einen weiteren
Internationalisierungsschub der heimischen Wirtschaft aus. In Europa
könne sich trotz Krise der Donauraum als Wachstumszone mit enormem
Potenzial erweisen, der sich - wie ein Bogen - von Bayern über
Österreich, die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien und Kroatien
bis nach Rumänien und Bulgarien spannt.
"Vor allem in dieser Region des Donauraums war in den letzten Jahren
und Jahrzehnten ein rasanter Anstieg wirtschaftlicher und regionaler
Zusammenarbeit zu verzeichnen", so Spindelegger. "Wir leben in einer
Phase des Umbruchs, Österreich und die Länder Osteuropas können mit
einer erfolgreichen Donauraumstrategie der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit neue Dynamik verleihen. Das Potenzial ist aus meiner
Sicht noch lange nicht ausgeschöpft", sagte der Außenminister.
"Die inhaltlichen Schwerpunkte der Donauraumstrategie werden die
verstärkte Vernetzung in den Bereichen Transport und Energie und die
Förderung sozio-ökonomischer Entwicklungen und Umwelt sein", ging
Spindelegger auf die inhaltlichen Schwerpunkte ein. Als ein konkretes
Ziel der Strategie nannte der Außenminister in diesem Zusammenhang
die Donau als Wasserstraße, die es gelte wieder attraktiver zu
machen: "Wir müssen die Donau, den längsten Strom innerhalb Europas,
verstärkt nutzen."
Doch Österreichs Engagement darf nicht an der Donaumündung enden:
"Der angrenzende Schwarzmeerraum sowie der Kaukasus sind wichtige
Regionen mit großer Kraft und hohem Wachstum. Viele Gespräche während
meiner Reise durch den Südkaukasus diese Woche haben bestätigt, wie
groß das Interesse an intensiveren Beziehungen zur EU und gerade zu
Österreich ist. Österreich darf und wird die Chancen in dieser
politischen, energiepolitischen und wirtschaftlichen Zukunftsregion
nicht ungenutzt lassen", so Spindelegger abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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