• 25.06.2010, 13:33:06
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Karas zu Stresstests: Uneingeschränkte Veröffentlichung nicht vor 2013

Nervöse Märkte müssen sich in den nächsten Jahren beruhigen

Brüssel, 25. Juni 2010 (OTS) "Die Forderung einer raschen
umfassenden Veröffentlichung der Stresstests ist weder richtig noch
wichtig. Aus populistischer Sicht mag diese Forderung zwar gut
klingen, aus finanz-, wirtschafts-, und verantwortungspolitischer
Sicht muss man dieses Ansinnen jedoch sehr skeptisch bewerten: Wann
soll denn veröffentlicht werden, wie und vor allem wem gegenüber
was?", so EVP-Vizepräsident Mag. Othmar Karas auf die von Spanien
durchgesetzte Forderung einer raschen Veröffentlichung. ****

"Die Banken-Stresstests sind eine wichtige Übung und erfüllen
den richtigen Zweck: Gründlich, ehrlich und sachlich Auskunft
darüber zu geben, wie die europäischen Banken dastehen. Eine
Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt wäre aber sachpolitisch
einfach falsch und würde ein falsches Bild widerspiegeln. Den,
hätte die EU die Banken in den letzten Monaten nicht gerettet,
würde es jetzt viele gar nicht mehr geben", so Karas weiter. Der
populistische Mehrwert einer Veröffentlichung überwiege nicht das
Risiko, die ohnedies nervösen Märkte dadurch nicht beruhigen zu
können und den Sanierungsprozess sowie den notwendigen
Vertrauensgewinn zu gefährden.

Der Stresstests nach Abschluss der derzeit laufenden recovery
packages, also ab 2013, wäre aber in Ordnung. Bis dahin wären die
Kriterien einer Veröffentlichung festgesetzt, die Sanierung
abgeschlossen und Rückzahlungen der öffentlichen Gelder und EU-
Richtlinien in Kraft. "Auch die von mir verhandelte Erhöhung der
Eigenkapitalsqualität und -quantität sollte dann in Kraft sein und
als funktionierender 'Gegenentwurf' Hilfestellung leisten",
informiert der Finanzexperte.

Die Politik müsse jetzt mit viel Verantwortung vorgehen. "Die
Ergebnisse der Stresstests sollten daher in einer ersten Phase nur
an Bankenaufsicht und Finanzministerium übergeben werden, ohne sie
sofort über die Öffentlichkeit zu spielen. Riskieren wir nicht aus
populistisch gefälligen Motiven potentiell gefährliche
Nebenwirkungen. Es hat die Stunde der kompetenten,
verantwortungsvollen, mutigen Politiker zu schlagen, nicht jede der
kurzsichtigen Populisten", so Karas abschließend.

Rückfragen: Mag. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-284-5627
([email protected]) oder
Mag. Andrea Strasser, EVP-Pressedienst, Tel.: +32-473-311175
([email protected])

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