APA-OTS Politikanalyse: FPÖ und FPK besiegeln Zusammenarbeit

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 24. Juni 2010) positioniert sich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auf Platz eins. Bundeskanzler Werner Faymann belegt Platz zwei, dahinter folgt der Wiener Landeshauptmann Michael Häupl auf dem dritten Rang.

Beim Landesparteitag der Wiener FPÖ wird Heinz-Christian Strache (Rang eins, 725 Nennungen) mit 99,1 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesparteiobmann wiedergewählt und zum Spitzenkandidaten für die im Herbst anstehende Wiener Landtagswahl gekürt. In seiner Rede geht er unter anderem auf die Themen Sicherheit und Zuwanderung ein und attackiert den amtierenden Bürgermeister Michael Häupl (Rang drei, 211 Nennungen). Als Wahlziel strebt Strache einen Stimmenanteil von 20 Prozent an. Außerdem besiegelt der FPÖ-Chef ein Kooperationsabkommen mit FPK-Obmann Uwe Scheuch (Neueinstieg auf Rang sechs, 178 Nennungen): die beiden Parteien werden in Zukunft auf allen Ebenen zusammenarbeiten. Der Kärntner Obmann der ÖVP, Josef Martinz (Rang vier, 201 Nennungen), bekräftigt, dass die Änderungen der Parteiorganisation in der FPK keine Auswirkung auf die regierende FPK-ÖVP Koalition in Kärnten hat. Innerhalb der Kärntner ÖVP ist dies jedoch umstritten. Beim kommenden Landesparteitag der Kärntner ÖVP will Klaus Auer gegen Martinz um den Posten des Landesparteichefs antreten und eine parteiinterne Abstimmung über den Fortbestand der Kärntner Koalition abhalten.
Bundeskanzler Werner Faymann (Rang zwei, 581 Nennungen) und die anderen Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten einigen sich bei einem Gipfeltreffen in Brüssel über die Einführung einer EU-weiten Bankenabgabe. Die Einnahmen sollen in einen Fonds fließen, aus dem dann in Geldnot geratenen Kreditinstituten geholfen werden kann. Über eine Finanztransaktionssteuer, die unter anderem Deutschland und Österreich fordern, gibt es hingegen keinen Konsens.
Finanzminister Josef Pröll (Rang fünf, 184 Nennungen) kündigt an, angesichts der Debatte, ob das Geld für den Zivildienst ausreiche, das Zivildienstbudget von 59 auf 61 Millionen Euro aufzustocken. Auch die Zahl der Zivildiener-Zuweisungen wird von 11.700 auf 12.800 Euro erhöht.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Elke Edlinger, SPÖ (Rang acht, 173 Nennungen); Harald Jannach, FPÖ (Rang neun, 148 Nennungen); Wolfgang Riedler, SPÖ (Rang zwölf, 138 Nennungen); Erwin Pröll, ÖVP (Rang 14, 115 Nennungen); Hans Niessl, SPÖ (Rang 16, 108 Nennungen); Claudia Schmied, SPÖ (Rang 18, 97 Nennungen); Heinz Fischer, Bundespräsident (Rang 19, 94 Nennungen); Peter Kaiser, SPÖ (Rang 24, 76 Nennungen); Beatrix Karl, ÖVP (Rang 26, 73 Nennungen); Josef Stockinger, ÖVP (Rang 29, 68 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking jeweils zwölf Politikerinnen und Politiker der SPÖ und der ÖVP. Die FPÖ und die FPK können je zwei Akteure im Ranking positionieren. Nicht im Ranking vertreten sind die Grünen und das BZÖ. Außerdem unter den Top-30: Bundespräsident Heinz Fischer und die parteifreie Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag. Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und
-politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

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