- 25.06.2010, 11:45:09
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APA-OTS Politikanalyse: FPÖ und FPK besiegeln Zusammenarbeit
Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 24.
Juni 2010) positioniert sich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auf
Platz eins. Bundeskanzler Werner Faymann belegt Platz zwei, dahinter
folgt der Wiener Landeshauptmann Michael Häupl auf dem dritten Rang.
Beim Landesparteitag der Wiener FPÖ wird Heinz-Christian Strache
(Rang eins, 725 Nennungen) mit 99,1 Prozent der Delegiertenstimmen
als Landesparteiobmann wiedergewählt und zum Spitzenkandidaten für
die im Herbst anstehende Wiener Landtagswahl gekürt. In seiner Rede
geht er unter anderem auf die Themen Sicherheit und Zuwanderung ein
und attackiert den amtierenden Bürgermeister Michael Häupl (Rang
drei, 211 Nennungen). Als Wahlziel strebt Strache einen Stimmenanteil
von 20 Prozent an. Außerdem besiegelt der FPÖ-Chef ein
Kooperationsabkommen mit FPK-Obmann Uwe Scheuch (Neueinstieg auf Rang
sechs, 178 Nennungen): die beiden Parteien werden in Zukunft auf
allen Ebenen zusammenarbeiten. Der Kärntner Obmann der ÖVP, Josef
Martinz (Rang vier, 201 Nennungen), bekräftigt, dass die Änderungen
der Parteiorganisation in der FPK keine Auswirkung auf die regierende
FPK-ÖVP Koalition in Kärnten hat. Innerhalb der Kärntner ÖVP ist dies
jedoch umstritten. Beim kommenden Landesparteitag der Kärntner ÖVP
will Klaus Auer gegen Martinz um den Posten des Landesparteichefs
antreten und eine parteiinterne Abstimmung über den Fortbestand der
Kärntner Koalition abhalten.
Bundeskanzler Werner Faymann (Rang zwei, 581 Nennungen) und die
anderen Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten einigen sich bei
einem Gipfeltreffen in Brüssel über die Einführung einer EU-weiten
Bankenabgabe. Die Einnahmen sollen in einen Fonds fließen, aus dem
dann in Geldnot geratenen Kreditinstituten geholfen werden kann. Über
eine Finanztransaktionssteuer, die unter anderem Deutschland und
Österreich fordern, gibt es hingegen keinen Konsens.
Finanzminister Josef Pröll (Rang fünf, 184 Nennungen) kündigt an,
angesichts der Debatte, ob das Geld für den Zivildienst ausreiche,
das Zivildienstbudget von 59 auf 61 Millionen Euro aufzustocken. Auch
die Zahl der Zivildiener-Zuweisungen wird von 11.700 auf 12.800 Euro
erhöht.
Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Elke
Edlinger, SPÖ (Rang acht, 173 Nennungen); Harald Jannach, FPÖ (Rang
neun, 148 Nennungen); Wolfgang Riedler, SPÖ (Rang zwölf, 138
Nennungen); Erwin Pröll, ÖVP (Rang 14, 115 Nennungen); Hans Niessl,
SPÖ (Rang 16, 108 Nennungen); Claudia Schmied, SPÖ (Rang 18, 97
Nennungen); Heinz Fischer, Bundespräsident (Rang 19, 94 Nennungen);
Peter Kaiser, SPÖ (Rang 24, 76 Nennungen); Beatrix Karl, ÖVP (Rang
26, 73 Nennungen); Josef Stockinger, ÖVP (Rang 29, 68 Nennungen).
Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking jeweils zwölf
Politikerinnen und Politiker der SPÖ und der ÖVP. Die FPÖ und die FPK
können je zwei Akteure im Ranking positionieren. Nicht im Ranking
vertreten sind die Grünen und das BZÖ. Außerdem unter den Top-30:
Bundespräsident Heinz Fischer und die parteifreie Justizministerin
Claudia Bandion-Ortner.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.
MediaWatch-Report Politik
Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und
-politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen
Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem
umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation
Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25
TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.
Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.
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