Berlakovich: Stillstand für strengere Rahmenbedingungen im Walfang ist Armutszeugnis

Kompromissvorschlag zum Walfang bei Tagung der Internationalen Walfangkommission abgelehnt

Wien (OTS) - Bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir, Marokko, wurde der Kompromissvorschlag der IWC für eine zukünftige Regelung des Walfangs abgelehnt. Umweltminister Niki Berlakovich bedauert diese Ablehnung:
"Auch Österreich war nicht gänzlich zufrieden mit dem Kompromissvorschlag der IWC, aber er hätte zumindest eine Verbesserung zur derzeitigen Situation im Walfang gebracht und zu weniger Tötungen geführt. Bis es zu einer Einigung kommt, zahlen viele Tiere die Rechnung dafür, dass alle stur auf ihren Positionen verharren. So wird kein Wal weniger sterben. Dieses Ergebnis im Internationalen Jahr der Artenvielfalt ist ein Armutszeugnis. Der Schutz unserer Tier- und Pflanzenwelt geht alle an", so Umweltminister Berlakovich.

Bei der Jahrestagung der IWC in Marokko beraten Vertreter aus 88 Teilnehmerstaaten über die Zukunft des Walfangs. Dabei gehen die Positionen weit auseinander. Die Fronten zwischen den Ländern die Walfang betreiben, die eine Lockerung des Verbots des kommerziellen Walfangs erreichen wollen, und den Ländern, die die Tötung von Walen gänzlich verbieten wollen sind verhärtet. Seit beinahe drei Jahren laufen nun die Verhandlungen zu neuen Fangquoten und Regelungen. Die Walfangnationen Japan, Norwegen und Island töten jährlich rund 1.500 Wale.

Österreich hat sich zwar für einen kompletten Stopp des Walfangs eingesetzt, hätte sich aber mit dem Kompromissvorschlag abfinden können, weil er zumindest eine sofortige Verbesserung für die Wale gebracht hätte. Im Kompromissvorschlag der IWC war z. B. die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik vorgesehen und sämtlicher Walfang wäre im Gegensatz zu bisher unter die Kontrolle der Internationalen Walfangkommission gekommen. Durch die Ablehnung des Kompromissvorschlages gibt es nun einen Stillstand für Verbesserungen im Walfang. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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