WGKK weiht hochmodernen Herzkatheter im Hanusch-Krankenhaus ein

Hanusch als internationales Kompetenzzentrum für Eingriffe an Herzkranzgefäßen

Wien (OTS) - "Gerade in Zeiten, in denen über nichts anderes gesprochen wird als über das Sparen, ist es schön, auch einmal über sinnvolle Investitionen reden zu können: Die neue Herzkatheter-Anlage im Hanusch-Krankenhaus ist die modernste, die man sich wünschen kann. Sie bietet optimale Diagnostik. So können nicht nur akute Infarkte behandelt werden, sondern es ist auch möglich, der Entwicklung von Herzinfarkten vorzubeugen", sagte Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), heute anlässlich der Einweihungsfeier der neuen Anlage. Das Hanusch-Krankenhaus (HKH), das von der WGKK betrieben wird, beweise damit einmal mehr seine Stellung als Kompetenzzentrum, das im Sinne seiner Versicherten agiert. Denn, so Reischl weiter: "Durch das Verhindern chronisch kranker Herzpatientinnen und -patienten kann das Hanusch-Krankenhaus persönliches Leid lindern und auch Folgekosten für das Gesundheitssystem eindämmen".

Die neue Anlage ermöglicht Eingriffe, für die die hygienischen Bedingungen eines Operationsraums nötig sind. Das bedeutet, dass in Zukunft etwa auch PatientInnen mit lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen oder mit Erkrankungen an der Aortenklappe behandelt werden können.

Center of Excellence für Rotablation

Die HKH-Kardiologie zählt zur Weltspitze in Sachen Rotablation. Das ist eine Methode zur Erweiterung krankhaft verengter Gefäße. Dabei werden die Verkalkungen über einen Katheter mit einem diamantbeschichteten Fräskopf abgetragen. ÄrztInnen aus der ganzen Welt kommen alljährlich nach Wien, um diese Technik im HKH zu erlernen bzw. zu perfektionieren.

Primarius Dr. Georg Gaul, Leiter der Kardiologie am HKH: "Das Einsatzgebiet unseres neuen Herzkatheters reicht vom akuten Herzinfarkt über Interventionen bei chronischen Erkrankungen der Herzkranzgefäße bis hin zu elektrophysiologischen Untersuchungen bei Herzrhythmus-Störungen, z.B. Vorhofflimmern."

Vorhofflimmern ist eine der Hauptursachen für Schlaganfall. Sechs bis acht Prozent der über 70-Jährigen leiden darunter, bei den über 80-Jährigen ist es bereits jeder zehnte. Mit steigender Lebenserwartung erhöht sich auch das Risiko, an dieser Herzrhythmusstörung zu erkranken. Dank der neuen Herzkatheter-Anlage wird es in Zukunft möglich sein, Vorhofflimmern zu behandeln. "So können wir die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen und die lebenslange Einnahme teurer Medikamente eindämmen", ist Gaul zuversichtlich.

Besonders schonendes Verfahren

Bei Herzkatheter-Untersuchungen und -Eingriffen können Blutungen an der Einstichstelle entstehen. Nur sehr wenige Komplikationen dieser Art treten am Hanusch-Krankenhaus auf, denn hier kommt in der Regel ein besonders schonendes Verfahren zum Einsatz: Das Hanusch ist das einzige öffentliche Krankenhaus im Raum Wien, bei dem fast drei Viertel aller Untersuchungen über die Pulsader am Arm gemacht werden. Weiterer Vorteil dieser Methode ist die rasche Heilung der Punktionsstelle: Die PatientInnen bekommen ein komprimierendes Band um den Oberarm und müssen nur kurze Zeit in Ruhelage verbleiben.

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