Europ Assistance Urlaubsstudie zeigt Trends für Sommerurlaub 2010

Österreicher urlauben kürzer als andere Europäer. Infrastruktur entscheidend bei Wahl der Urlaubsdestination. Beim Urlaubsbudget rutscht Österreich von Platz 1 auf Platz 3.

Wien (OTS) - 61% der Österreicher planen heuer einen Sommerurlaub mit einem durchschnittlichen Gesamturlaubsbudget in Höhe von 2.278 Euro - so das Ergebnis der jährlich stattfindenden Befragung im Auftrag der Notfall- und Serviceorganisation Europ Assistance. Ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung über 18 Jahre wurde in Österreich, Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien über Urlaubspläne und -gewohnheiten befragt. Der Vergleich von Österreich mit den anderen europäischen Ländern zeigt auf:
Österreicher urlauben eher kürzer, geben dafür aber mehr Geld aus als der europäische Durchschnitt.

Zwei Drittel aller Europäer planen diesen Sommer einen Urlaub

Während in den europäischen Vergleichsländern mit 64% konstant knapp zwei Drittel der Konsumenten einen Urlaub planen, bleiben die Österreicher auf ihrem etwas niedrigeren Niveau von 61%. Nur die Deutschen und die Spanier sind laut Statistik noch größere "Reisemuffel" (jeweils 59%). Mit 43% liegen die Österreicher in ihren Ambitionen, nur einmal zu verreisen, exakt im europäischen Schnitt. Lediglich 21% der Europäer und 18% der Österreicher werden diesen Sommer mehrmals verreisen.
Am häufigsten (40%) wird in Österreich ein zweiwöchiger Sommerurlaub gebucht. Für eine Woche verreisen 37% und für weniger als sieben Tage wollen 13% den Urlaub antreten. Kurzaufenthalte bis zu einer Woche sind in Österreich somit wesentlich beliebter (50%) als im europäischen Durchschnitt (35%). Die Österreicher werden hier nur noch von den Italienern mit 54% übertroffen.
An der Spitze liegen die Österreicher auch bei der Wahl von Europa als ihre bevorzugte Destination für den Sommerurlaub 2010: 87% der Österreicher (2009: 81%) und nur 80% aller befragten Europäer planen ihren Urlaub in Europa. 34% der Österreicher wollen ihren Urlaub zudem in der Heimat verbringen - europaweit fühlen sich sogar 48% im eigenen Land am wohlsten. Urlaub in "Balkonien" wollen dennoch die wenigsten machen, denn der Trend zu Urlaub in den eigenen vier Wänden geht weiter auf 11% zurück. Den Rest zieht es großteils nach Südeuropa, vor allem nach Italien und nach nahen Destinationen am Meer. Gleichzeitig zählen die Österreicher aber auch zusammen mit den Briten und Deutschen zu den aktivsten Urlaubern: 25% der Österreicher planen größere Touren und wollen Neues entdecken, europaweit liegt dieser Wert bei 20%.
Während im Jahr 2009 das Budget mit 46% der bestimmende Faktor der Europäer für die Wahl der Urlaubsdestination war, sank dieser Wert heuer auf 39%, und nun bestimmt wieder das Klima mit 41% den Urlaubsort. Ganz anders verhalten sich diesbezüglich die Österreicher: Am wichtigsten ist ihnen die Qualität der touristischen Infrastruktur (49%), gefolgt vom Klima und dem Terrorrisiko (je 45%); und auch die gesundheitlichen Risiken (43%) sind den Österreichern wichtiger bei der Wahl der Urlaubsdestination als die Kosten (37%).

England und Belgien stoßen Österreich vom ersten Platz

Im Durchschnitt planen die europäischen Konsumenten 2010 für ihren Urlaub 2.083 Euro pro Haushalt - das sind um 17 Euro mehr als im Vorjahr. Im europäischen Vergleich zeigen sich sehr unterschiedliche Trends: In Frankreich, Spanien und Belgien liegt das Urlaubsbudget bereits über dem Niveau von 2008, auch Großbritannien verzeichnet wieder einen Zuwachs um 142 Euro. Die Österreicher liegen nach einem neuerlichen Rückgang von 2%-Punkten (-55 Euro) mit einem Budget von 2.278 Euro aber immer noch unter den Top 3. Deutschland hingegen rutscht mit einem Minus von knapp 200 Euro (-9%-Punkte) deutlich unter die 2.000 Euro-Marke. Während 65% der Italiener angeben, dass die Finanzkrise einen starken Einfluss auf das Urlaubsbudget hat, sind es in Österreich konstant nur 18% und damit so wenig wie in keinem anderen Vergleichsland. Dennoch wollen 15% der Österreicher (11% im Jahr 2009) maximal 1.000 Euro für den Urlaub ausgeben. Hingegen steigt auch die Bereitschaft, mehr als 2.500 Euro auszugeben, auf 27%.

Die Österreicher schätzen Komfort

Camping ist für die Österreicher kaum attraktiv (nur 9% vs. 14% europaweit), der Großteil (78%) entspannt lieber in einem bequemen Appartement oder Hotel (vs. 69% im Europa-Durchschnitt). Im Ranking der Wunschdestinationen - wie das Meer, ländliche Gebiete, Berge oder fremde Städte - hat sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum etwas verändert. Der Urlaub am Meer ist immer noch der Traum der Europäer (64%) und Österreicher (60%). Vor allem die Italiener (75%) zieht es ans kühlende Nass, während sie für einen Urlaub auf dem Land kaum zu begeistern sind (6%). Dies erfreut wieder mehr die Österreicher (22%) und die Belgier (25%).
55% der Österreicher reisen mit dem Auto und 40% mit dem Flugzeug, hier gibt es keine Änderungen zum Vorjahr.

Die Hälfte aller Europäer verwendet das Internet zur Urlaubsbuchung Das Internet hat mit 53% seine Position als bevorzugte Reservierungsart weiter gefestigt und erfreut sich eines konstanten Wachstums (+ 3%-Punkte im Vergleich zu 2009, +6%-Punkte im Vergleich zu 2008). Britische Konsumenten sind hier mit 68% die größten Internetliebhaber (+8%-Punkte). Die Franzosen liegen wie im Vorjahr am zweiten Platz (56%, -1%-Punkte) und die Belgier holen deutlich auf (54%, +8%-Punkte). Aber auch in Österreich wird das Internet immer öfter nicht nur als Informationsquelle, sondern auch zur Buchung genutzt (48%, +3%-Punkte zu 2008). Dabei lässt sich vor allem ein Trend zur Buchung über Reiseportale wie Expedia und Opodo ablesen. Nur mehr 30% (ein Minus von 5%-Punkte seit 2009) nutzen das klassische Reisebüro. Dabei ist diese Zahl noch immer ein Spitzenwert in Europa.

Nachfrage bei Pauschalangeboten nimmt zu

Der Trend geht wieder hin zum finanziell planbaren Pauschalurlaub und weg von selbst zusammengestellten Paketen. Während 2009 nur 27% der Österreicher ein Pauschalangebot inklusive Transfer und Hotel buchten, liegt dieser Wert heuer schon bei 32%. Umgekehrt wollen heuer nur mehr 70% der Österreicher (im Vorjahr waren es noch 74%) ihre Reise selbst zusammenstellen. Die meisten Europäer, die befragt wurden, planen den Urlaub weit im Voraus. Vor allem die Deutschen (78%,) und Österreicher (75%) scheinen keine Freunde der Spontanreise zu sein und planen schon Monate vor Antritt. Auch die Zahl der Abschlüsse an Reiseversicherungen verlagert sich zu Gunsten des Internets: 47% (-4%-Punkte) der Österreicher kaufen ihre Reiseversicherung noch bei der Versicherung ihres Vertrauens, 38% im Reisebüro und 4% im Internet. England ist mit 28% der Buchungen über das Internet einsamer Spitzenreiter, die Italiener liegen mit 5% weit abgeschlagen an zweiter Stelle.

Um die aktuelle Veröffentlichung des Europ Assistance-Urlaubsbarometers abzurunden, wurden die Interviewten in diesem Jahr gebeten, jene Faktoren zu nennen, welche die Geschichte des Tourismus im letzten Jahrzehnt geprägt haben. Das Internet wird in überwältigendem Ausmaß als revolutionär für die gesamte Tourismusindustrie angesehen. Die Möglichkeit, von Zuhause aus Reisen auszusuchen und buchen zu können, macht mehr als die Hälfte der Stimmen aus (59%), weit vor allen anderen Faktoren. Auf den weiteren Plätzen folgen das Wachstum der Billig-Fluglinien (von 35% der Interviewten erwähnt), knapp dahinter liegen die gestiegene Verbreitung von "All-Inclusive"-Urlaubspaketen (27%), der Zuwachs an Wochenend- und Kurzurlauben (24%) und der Aufstieg des Last-Minute-Buchens (24%).

Wünsche und Ängste

Unverändert zum Vorjahr sorgen sich 41% der Österreicher während ihres Urlaubs, dass ein Familienmitglied gesundheitliche Probleme bekommt. Verspätungen oder Ausfällen von Flug und Bahn bereiten den Österreichern die wenigsten Bedenken. Fürchten sich die Europäer generell zu 30% vor einem Terrorakt, sorgen sich nur 24% der Österreicher darum. Generell ist zu sagen, dass die Ängste der Österreicher beim Urlaubsantritt - sei es vor Unfällen, Verlust von Reisegepäck, Naturkatastrophen etc. - seit Jahren sinken.
"Das Urlaubsbarometer belegt, dass die Österreicher trotz Krise an ihrer Ferientradition festhalten und sorgenfrei in den Urlaub fahren. Auch im Onlinebereich sind generell weitere Zuwächse zu erwarten. Die Tourismusbranche kann mit dem Niveau zufrieden sein, sollte sich aber auf die stärkere Nachfrage nach Heimat- und Kurzurlauben, sowie das gestiegene Interesse an Erlebnisurlauben einstellen", resümiert Jean-Francois Diet, Geschäftsführer von Europ Assistance.

Die vollständige Studie finden Sie unter www.europ-assistance.at/B2B/Presse

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