Bischofskonferenz diskutiert Maßnahmenkatalog zum Thema Missbrauch

Medienreferent der österreichischen Bischofskonferenz erläutert Schwerpunkte der Beratungen der Bischöfe in Mariazell

Wien, 19.06.10 (KAP) Das Thema Missbrauch steht im Zentrum der Beratungen der Österreichischen Bischofskonferenz, die von heute an in Mariazell ihre Sommervollversammlung abhält. Auf dem Tisch liege ein umfassendes Grundlagenpapier, das unter Mitarbeit von rund 300 Experten in einer vom Wiener Generalvikar Msgr. Franz Schuster geleiteten Projektgruppe erarbeitet wurde und nun diskutiert werden soll, so der Medienreferent der Bischofskonferenz, Paul Wuthe. In seinen Eckpunkten sieht das Papier klare Richtlinien für alle kirchlichen Mitarbeiter inklusive der Orden zur Prävention sowie zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs und Gewalt vor. "Ziel ist eine österreichweite Standardisierung der Vorgehensweisen und damit Klarheit", so Wuthe.

Die Vorschläge betreffen den Ausbau der bestehenden kirchlichen Ombudsstellen und eine verstärkte Zusammenarbeit aller kirchlichen und staatlichen Stellen im Umgang mit Gewalt und sexuellem Missbrauch. "Alle, die in der Kirche hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig sind - sei es in der Pfarre, in einer Ordensgemeinschaft, in einer leitenden Funktion oder sonstwo -, werden noch mehr als bisher mitverantwortlich dafür sein, dass es in der Kirche zu keinem Missbrauch und zu keinen Übergriffen kommt." Das sei die Grundintention des erarbeiteten Maßnahmenkatalogs, betont Wuthe.

Eine herausragende Rolle im Umgang mit den in den letzten Monaten bekanntgewordenen Fällen von Gewalt und Missbrauch spielen die Unabhängige Opferschutzanwältin Waltraud Klasnic und die Unabhängige Opferschutzkommission. Aus diesem Grund werde Waltraud Klasnic bei der Bischofskonferenz über die Entwicklungen in diesem Bereich berichten, so Wuthe.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001