• 18.06.2010, 09:58:41
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SPÖ Kaiser: Ergebnis des ersten "Heißen Eisen" in Eberndorf: "Bitte kämpft um uns und unsere Bildung"

"Heißes Eisen" zur Schließung der LFS Eberndorf war großer Erfolg. Einlenken der ÖVP, die Schülerinnen auf Dachboden unterrichten will, blieb trotz 6500 Unterschriften (noch) aus.

Klagenfurt (OTS) - "Bitte kämpft um uns und unsere Bildung",
appellierte die Schülersprecherin der Landwirtschaftlichen Fachschule
Eberndorf Jennifer Logar bei der gestrigen vom Vorsitzenden der
SPÖ-Kärnten, LHStv. Peter Kaiser initiierten "Heißes
Eisen"-Diskussionsrunde im Gasthaus Pucher.

Unterstützt von über 100 interessierten Besucherinnen und Besuchern
schlug Kaiser vor, "eine Nachdenkpause einzulegen, um nach
Möglichkeiten zu suchen, den für die ganze Region, vor allem aber für
die Schülerinnen wichtigen Schulstandort aufrecht zu erhalten, vor
allem weil die Schülerzahlen konstant und im Vergleich der letzten
Jahre sogar gestiegen sind".

"Ich bin überzeugt, dass die Schließung der LFS Eberndorf unter dem
Vorwand einsparen zu müssen vorgeschoben wird. Eine angedachte Fusion
der LFS Eberndorf und Goldbrunnhof in Völkermarkt kostet auf jeden
Fall mehr, als der Erhalt des Schulstandortes", machte Kaiser
deutlich. Als Beispiel nannte er das Zusammenlegen der beiden LFS
Hunnenbrunn und Althofen, die nicht weniger als acht Millionen Euro
kostete.

Empörung bei den anwesenden Schülerinnen, den Lehrerinnen und den
anderen Gästen löste sowohl der Vorschlag von ÖVP-Klubobmann Stephan
Tauschitz, der den nicht erschienen ÖVP-Obmann Martinz vertrat, aus,
für den Unterricht der Eberndorfer Schülerinnen den Dachboden des
Goldbrunnhofes umzubauen, als auch dessen Rechnung, wonach eine
LFS-Schülerin in Eberndorf 14.000 Euro pro Jahr kosten würde.
"Wieviel Geld sind denn dann die Kinder der ÖVP wert? So eine
Vorgangsweise, über die Köpfe der Betroffenen hinweg, lehnen wir
entschieden ab", so Kaiser.

Um jene eine Million Euro, die der Unterricht an der LFS Eberndorf
laut ÖVP koste, doch auch in Zukunft aufzustellen, machte Kaiser
konkrete Vorschläge: Vor allem der touristische und
ernährungswissenschaftliche Schwerpunkt könnte ausgebaut und
Synergien mit anderen Schultypen gefunden werden", so Kaiser. Dafür
wäre es nötig, das Landwirtschaftliche Schulwesen in das
Regelschulwesen des Landes zu integrieren. Eine gemeinsame
Lehrerausbildung und das Abstellen der Doppelgleisigkeiten hätten
ebenso enormes Einsparungspotential. Weiters sei zu überlegen, die
Schule als grenzüberschreitendes EU-Projekt am Leben zu halten. "Auch
die vom Bund zu erwartende Abstimmungsspende anlässlich des Jubiläums
90 Jahre Volksabstimmung könnte über die Südkärntner Gemeinden für
die Schule verwendet werden", so Kaiser.

In dem Gespräch, an dem Direktorin Rosemarie Miglar ihre Schule
verteidigte, wurde auch die Vermutung laut, es gäbe von der
FPK-ÖVP-Koalition bereits Pläne zur finanziellen Verwertung der LFS
Eberndorf, noch bevor sie überhaupt zugesperrt wurde. "Ich fordere
die Koalition auf, die Pläne auf den Tisch zu legen, oder gemeinsam
einen Weg zu suchen, um den Schulstandort zu erhalten", so Kaiser. Er
regte eine Nachdenkpause an und fordert einen runden Tisch
einrichten. "Das Ganze muss überdacht werden. Dass das Einsparen von
einer Million Euro die einzige Maßnahme im Agrarschulwesen ist, darf
nicht sein, und stellt keinen zukunftsfähigen Plan dar. Die Schule
muss abgesichert und weiterentwickelt werden", so Kaiser.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt

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