• 18.06.2010, 09:37:31
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Kulturzentrum Rappgasse: Katholische Aktion ruft zu Dialog auf

Gemeinsames Zusammenleben muss im Mittelpunkt stehen Wien (OTS) - "Wenn wir ein friedliches Zusammenleben in Wien wollen, müssen wir den Dialog stärken und nicht die Gegensätze", sagt Rembert Schleicher, Präsident der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien. "Wien ist eine Weltstadt mit den unterschiedlichsten Religionen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass alle Bewohner/innen dieser Stadt ihre Religion gemeinschaftlich und damit in einer gewissen Weise auch öffentlich ausüben können sollten. Dafür braucht es geeignete Orte und Räume." Anrainerproteste seien an sich ja legitim, wenn aber Befürchtungen betreffend Verkehrs- und Lärmproblemen nicht sachlich begründet werden können, sondern sich von einer Haltung der Unverständigkeit und Unduldsamkeit herleiten, dann seien Christinnen und Christen herausgefordert Stellung zu nehmen. Schließlich beanspruchten sie ja auch für sich freie Religionsausübung. Man müsse die sachlichen von den religiösen Fragen strikt trennen. "Unser Ziel ist es, den Dialog anzuregen und zu fördern, sich Wissen über die Glaubenswelt unserer islamischen Mitbürger/innen zu erwerben und nicht Vorurteile zu bestärken oder gar Zwietracht zu säen", sagt Rembert Schleicher. In diesem Sinne wird sich die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien auch bemühen, im Herbst in einer nahegelegenen Pfarre eine entsprechende Dialogveranstaltung durchzuführen. Die wichtigste Methode zur Förderung eines guten Miteinanders sieht Rembert Schleicher in der persönlichen Begegnung und im Gespräch. Es muss für alle Religionen möglich sein, in gut erreichbaren Lagen ihre Einrichtungen zu bauen und nicht in Randlagen gedrängt zu werden. Dazu gehören natürlich auch eigene Kindergärten, Kultureinrichtungen, soziale Hilfsdienste usw. Von den Betreibern des neuen Kulturzentrums erwartet sich der KA-Präsident auch ein offenes Zugehen auf die Nachbarn: "Ein islamisches Kulturzentrum soll kein Fremdkörper sein, sondern sich möglichst gut in die Umgebung integrieren. Dazu gehören auch Veranstaltungen und Aktivitäten, die das Miteinander der Menschen fördern." Von den Anrainer/innen erhofft sich Rembert Schleicher mehr Offenheit den Menschen gegenüber. Die Tatsache allein, dass diese Menschen Muslime und Muslimas sind, darf nicht dazu führen, mit ihnen keinen Dialog zu führen, appelliert KA-Präsident Schleicher an die Vernunft aller Betroffenen. Rückfragehinweis: Marcel Kneuer Katholische Aktion Erzdiözese Wien mailto:[email protected] Tel.: 0660 3762716 Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/5492/aom *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0053 2010-06-18/09:37 180937 Jun 10

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