- 17.06.2010, 13:00:35
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ÖAMTC: Warum Navis manchmal in die Irre leiten (+FOTO)
Ursache veraltetes Kartenmaterial - Fehler können dem Club gemeldet werden
Wien (OTS) - Lkw stranden in engen Gassen, Pkw werden auf
Wanderwege oder durch Wohnstraßen gelotst. Die weite Verbreitung von
Navigationsgeräten zeigt auch immer häufiger die Grenzen der
elektronischen Orientierungshilfen. "In den meisten Fällen wird dem
Gerät die Schuld für falsches Routing gegeben", berichtet Steffan
Kerbl, Verantwortlicher für Navi-Tests beim ÖAMTC. "Häufig liegt das
Problem an nicht mehr aktuellem Kartenmaterial, das in dem Gerät
gespeichert ist."
Hauptsächlich vor und während der Reisezeiten gehen beim Club
zahlreiche Beschwerden über falsche Navi-Auskünfte ein. Aus diesem
Grund hat die Informationszentrale des Clubs auf der ÖAMTC-Homepage
unter www.oeamtc.at/telematik ein Melde-Formular für Kartenfehler
eingerichtet. Pkw-Fahrer, Lkw-Lenker und auch Anrainer sind
aufgerufen, Mängel in den digitalen Karten ihrer Navis einzutragen.
Alle Meldungen werden überprüft und direkt an die Kartenhersteller
weitergeleitet, damit bei der Datenaktualisierung Fehler korrigiert
werden können.
"Es ist eine Ding der Unmöglichkeit, Kartenmaterial immer am neuesten
Stand zu halten", erklärt Kerbl. "Besteht doch die heimische
Straßeninfrastruktur aus rund 2.100 Kilometern Autobahnen, 33.000
Kilometern ehemaligen Bundes- und Landesstraßen sowie mehr als 70.000
Kilometern Gemeinde-Verbindungen." Verkehrsfreigaben von Neubauten,
wie beispielsweise der jüngst eröffnete S1-Abschnitt
Süßenbrunn-Korneuburg in Niederösterreich oder die Umfahrung Hohenems
in Vorarlberg verändern das Straßennetz laufend. Zusätzlich werden
immer wieder neue Einbahnen eingerichtet, Durchfahrtssperren
verordnet oder verkehrsberuhigte Zonen geschaffen.
Die Hersteller haben fixe Aktualisierungszyklen, mehrmals pro Jahr
stehen neue Kartenversionen zur Verfügung. Allerdings: Wer ein
älteres Navi besitzt und keine updates des Kartenmaterials
durchführt, muss auch weiterhin mit falschen Routen-Auskünften
rechnen. Aktualisierungen der Karten können bei vielen Modellen
online vorgenommen werden. Auf den Homepages der
Navigationsgeräte-Hersteller oder direkt bei den Kartenproduzenten
werden updates - allerdings kostenpflichtig - zur Verfügung gestellt.
Blind auf den elektronischen Helfer vertrauen, sollte man auf keinen
Fall. Auch dann nicht, wenn man mit einem Top-Gerät der jüngsten
Generation inklusive neuester Karte unterwegs ist. "Die
Letztverantwortung, wo gefahren werden darf, liegt immer beim
Lenker", so Kerbl. "Navis sind praktische Helfer, mit Sicherheit aber
keine Autopiloten."
SERVICE:
Formular, um Fehler im Kartenmaterial zu Melden, aktuelle Navi-Tests
des ÖAMTC und weitere Informationen: www.oeamtc.at/telematik
AVISO AN DIE REDAKTIONEN:
Beispielfoto "Routing gegen eine Einbahn, verursacht durch nicht
aktuelles Kartenmaterial" zum download unter:
http://www.oeamtc.at/netautor/download/presse/verkehr/image/Nav.jpg
(Foto: ÖAMTC, Veröffentlichung honorarfrei)
Rückfragehinweis:
Helmut Beigl
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
www.oeamtc.at
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