• 17.06.2010, 12:16:24
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SP-Maier zu EU-Lebensmittelkennzeichnung: ÖVP-Abgeordnete umgefallen

Positiv sind verpflichtende Nährwertangaben auf Fertiggerichten, Snacks und bestimmten Getränken

Wien (OTS/SK) - "Die Mehrheit der EU-Abgeordneten ist gestern bei
der Abstimmung zur Lebensmittelkennzeichnung im EU-Parlament vor der
Industrie in die Knie gegangen - auch die Abgeordneten der ÖVP im
europäischen Parlament. Eine Milliarde Euro hat die europäische
Lebensmittelindustrie nach eigenen Angaben für den Kampf gegen die
Ampelkennzeichnung von Nahrungsmitteln ausgegeben. Ein Bärendienst
für die Verbraucher, die damit auch künftig nicht informiert werden,
ob der Salz- Zucker- und Fettgehalt eines Lebensmittels im grünen,
gelben oder roten Bereich liegt", so SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
Johann Maier am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

EVP-Abgeordneter Seeber verschweige zudem, dass er und seine
Kolleginnen und Kollegen der ÖVP gegen eine fixe Schriftgröße sowie
für die Abschaffung der Nährwertprofile gestimmt haben, so Maier.
"Das ist eine Brüskierung, vor allem der älteren Generation, denn
damit wurde eine bessere Lesbarkeit der Angaben auf den Lebensmitteln
abgelehnt", so Maier. Weiters wurden auch sogenannte "National
Schemes" abgelehnt, das bedeutet, dass nationale freiwillige System
wie es sie etwa in Großbritannien gibt, von den Abgeordneten
abgelehnt wurden und künftig nicht mehr möglich sind.

Positiv - klar ersichtliche Nährwertangaben

Sehr positiv bewertete der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher, dass
Fertiggerichte, Snacks und bestimmte Getränke nach dem Votum künftig
klare Angaben auf der Vorderseite der Verpackung dazu enthalten, wie
viele Fette, Zucker und Salz sie je 100 Gramm oder je 100 Milliliter
enthalten. Die Hersteller müssen angeben, wie viel Prozent des
durchschnittlich täglichen Verbrauchs damit abgedeckt werden und der
Kaloriengehalt muss genannt werden. Auch soll angegeben werden, wie
viel Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe sowie natürliche und
künstliche Transfette ein Lebensmittel enthält.

Kennzeichnung von Alkohol abgelehnt

"Leider wurde der Bann von künstlichen Transfetten und die
Kennzeichnung von Alkohol auch abgelehnt. Es ist schade, dass sich
die Mehrheit im EU-Parlament gegen eine einfache, klare Kennzeichnung
von Lebensmitteln für die Konsumentinnen und Konsumenten entschieden
hat und vielfach einfach die Argumente der Industrie übernommen hat.
Damit wird der Kampf für die Gesundheit und gegen den drastischen
Anstieg von Übergewicht in der Bevölkerung behindert und erschwert",
bedauert Maier. (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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