FMK-Krammer: Mobilfunk ist in Österreich Trumpf

Aktuelle Studie unterstreicht die Potenziale von mobilem Breitband

Wien (OTS) - Österreich ist nach wie vor international ein Vorreiter in Sachen Mobilfunk. Laut einer aktuellen Umfrage des Gallup-Instituts haben 98% der österreichischen Bevölkerung in den vergangenen sechs Monaten ein Mobiltelefon benutzt, 86% davon sogar täglich. Diese Studie wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz des Forum Mobilkommunikation (FMK) präsentiert.

Laut den Mobilfunkbetreibern stieg 2009 die Anzahl der konsumierten Gesprächsminuten gegenüber dem Jahr 2008 um 8% auf 21,2 Mrd. Im gleichen Zeitraum wurden 5,8 Mrd. SMS versendet. Das sind um 22% mehr als 2008. Gesunken sind 2009 hingegen die Umsätze. Gegenüber 2008 gingen sie um 4% auf 3,3 Mrd. Euro zurück. Gründe sind die regulatorisch bedingte Absenkung der Roaming- und Interconnectiongebühren sowie der anhaltende Preiswettbewerb unter den Mobilfunkbetreibern. Das EBITDA der Branche betrug im vergangenen Jahr 1,05 Mrd. Euro und hat sich somit stabilisiert.

Wachstumstreiber Nummer eins am Mobilfunksektor bleibt das mobile Breitband. "Im vergangenen Jahr verzeichneten wir hier einen unglaublichen Boom. Allein im Jahr 2009 stiegen die mobilen Nutzer um 33% auf 1,29 Mio. Das sind 41% aller Breitbandverbindungen. Über 15% der Österreicherinnen und Österreicher haben einen mobilen Breitbandzugang, damit liegen wir klar im europäischen Spitzenfeld", erklärt FMK-Präsident und Orange CEO Michael Krammer. "Die Entwicklung spiegelt sich auch im Datenvolumen wieder. Eine unglaubliche Menge von 16,3 Mio. Gigabyte wurde 2009 über das österreichische Mobilfunknetz transportiert. Im gleichen Zeitraum waren es in Deutschland nur 33,5 Mio. Gigabyte", so Krammer weiter und ergänzt, dass sich dieser Weg in den nächsten Jahren durch neue mobile Services noch beschleunigen wird.

Wirtschaftliche Impulse durch mobile Technologien

Auch Lothar Roitner, FMK-Vizepräsident und Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie ist davon überzeugt, dass durch mobiles Breitband in Österreich wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt werden: "In Österreich hat der Mobilfunk bereits jetzt eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. In den nächsten Jahren sollen 300 bis 500 Mio. Euro in das neue mobile Breitband investiert werden. Laut einer WIFO Studie können dadurch bis zu 6.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden." Um die Erfolgsgeschichte fortzusetzen, sind der weitere Ausbau der Infrastruktur und der nächste Technologiesprung zur vierten Mobilfunkgeneration notwendig. Nur mit moderner Breitbandtechnologie wie LTE (Long Term Evolution) können moderne Anwendungen Impulse auch im ländlichen Raum und in wirtschaftlich schwachen Regionen setzen und die Digitale Kluft überwinden helfen. "Wir benötigen daher entsprechende Rahmenbedingungen, um die Innovationskraft der Unternehmen in Zukunft abzusichern. Die Erstellung des von der Regierung angekündigten Fahrplans zur Realisierung der modernen mobilen Breitbandnetze muss daher rasch erfolgen", richtet Roitner seine Forderung an die politischen Entscheidungsträger.

Telefonieren, SMS und Email - das Handy gehört zum österreichischen Alltag

Mit einer Mobilfunkverbreitung von 137% liegt Österreich weit über dem EU-Schnitt von 122%. Dementsprechend oft und vielfältig kommt die Technologie zum Einsatz. Die aktuelle Gallup-Umfrage bescheinigt vor allem der Anwendung von mobilen Breitbandtechnologien ein hohes Entwicklungspotenzial. "Im Vergleich zu 2009 stieg die Nutzung des Handys für Emails um 56%", erklärt Roswitha Haßlinger, Geschäftsführerin des Österreichischen Gallup-Institutes. Neben mobilen Anwendungen bewährt sich das Mobiltelefon auch im Alltagseinsatz. Besonders wichtig ist die Technologie für die österreichische Bevölkerung im Hinblick auf die Bereiche Kontakt mit Freunden, Verständigung in Notfällen bzw. Lebensretter und Sicherheit. Letztere ist neben der Erreichbarkeit auch der wichtigste Grund warum 91% der Eltern ihre Schützlinge mit einem Mobiltelefon ausstatten. Über 60% kontrollieren dabei regelmäßig die Kosten bzw. vereinbaren Spielregeln für die richtige Nutzung, um die häufigsten Gefahrenquellen (Kostenfalle, Handysucht oder Gewaltvideos) vermeiden zu können.

Service

Presseunterlagen und -fotos finden Sie unter
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