NÖGKK schreibt schwarze Zahlen

Generalversammlung der NÖ Gebietskrankenkasse beschloss Bilanzgewinn für 2009

St. Pölten (OTS) - Nach Jahren von millionenschweren Defiziten
kann die NÖ Gebietskrankenkasse das Jahr 2009 wieder positiv abschließen. Die Generalversammlung beschloss am 16. Juni einen Bilanzgewinn von 7.955 Euro. NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter: "Diesen hauchdünnen Überschuss verdanken wir aber vor allem den von BM Stöger durch-gesetzten Maßnahmen zur Konsolidierung; also zusätzlichem Geld, das für die Ge-sundheit der Menschen zur Verfügung gestellt wurde."

Denn trotz intensiver Kostendämpfungsmaßnahme hat die Wirtschaftskrise auch bei den Kassenfinanzen zugeschlagen: Die Beiträge - also die Haupteinnahmequelle - sind im Vorjahr stagniert, während die Versicherungsleistungen um (ohnehin moderate) 2,9 Pro-zent gestiegen sind. NÖGKK-Generaldirektor Konrad Köck, der den Rechnungsabschluss präsentierte: "Wir haben rund 1.733 Mio. Euro für die Gesundheit unserer Versicherten ausgeben, aber nur 1.488 Mio. Euro an Beiträgen eingenommen." Ein Grund: Wir sind heuer erstmals vor der Situation gestanden, dass die Zahl der Erwerbstätigen zurückge-gangen ist, während die Pensionisten um 2 % und die Arbeitslosen sogar um 26 % ange-stiegen sind. Bei den Pensionisten beträgt die Unterdeckung zwischen Beiträgen und Versicherungsleistungen ca. 50 % (460 Mio. Euro).

Diese Veränderung in der Versichertenstruktur wirkt sich negativ auf die Kasseneinnah-men aus, weil die an die Löhne geknüpften Beiträge wegbrechen. Die Beitragsentwick-lung ergab im Vergleich zu 2008 einen Rückgang von minus 0,4 Prozent bei den pflicht-versicherten Erwerbstätigen. An Stelle der üblichen jährlichen Beitragszuwächse von rund 25 Mio. Euro waren rund 4 Mio. Euro geringere Einnahmen zu verzeichnen. Im Saldo da-her ein Fehlbetrag von nahezu 30 Mio. Euro.

Daher wäre ein positives Ergebnis aus eigener Kraft nicht zu erreichen gewesen. Hutter: "Unser Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt minus 31,6 Mio. Euro. Nur den außerordentlichen Einnahmen (Ausgleichsfonds netto 11,6 Mio.Euro, Überbrückungshilfe des Bundes 2,7 Mio.Euro, Auflösung des "Katastrophenfonds" beim Hauptverband 2,2 Mio.Euro, sowie ein Überschuss der GSBG-Beihilfe/Abgeltung der Mehrwertsteuer 18,6 Mio.Euro) ist es zu verdanken, dass wir 2009 eine "schwarze Null" schreiben konnten."

Anhalten wird der positive Trend aber nicht: Für die nächsten Jahre ist wieder mit einem Verlust zu rechnen. Die NÖGKK erwartet heuer einen Abgang von 15,2 Mio. Euro. Unerfreu-lich sehen aber vor allem die kommenden Jahre aus: Für 2011 wird ein Minus von 66,8 Mio. Euro und für 2012 sogar ein Minus von 86,1 Mio. Euro prognostiziert. Hutter: "Die Poli-tik ist also weiterhin gefordert, das nötige Geld zur Verfügung zu stellen, wenn wir das ge-genwärtig hohe Niveau der medizinischen Versorgung aufrechterhalten und den medizini-schen Fortschritt abdecken wollen."

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