Heinisch-Hosek: Verankerung der Einkommenstransparenz ist frauenpolitischer Meilenstein

Sind auf dem richtigen Weg - haben noch viel zu tun

Wien (OTS/SK) - "Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir die Leistung von Frauen neu bewerten. Wir brauchen das Potential und die Talente von Frauen am Arbeitsmarkt", betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Rahmen der aktuellen Stunde zum Thema "Gleichstellung von Frauen forcieren heißt Wirtschaftsleistung steigern" am Mittwoch im Nationalrat. Obwohl die Frauenerwerbstätigkeit noch nie so hoch war, wie heutzutage, befinden sich viele Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder arbeiten Teilzeit. "Frauen haben bei gleicher Arbeit in Teilzeit bis zu 30 Prozent weniger Stundenlohn als in Vollzeitarbeit", erklärte Heinisch-Hosek und unterstrich: "Viele bleiben in der Teilzeitfalle hängen und können somit nicht die nötigen Pensionszeiten erreichen. Von einer Mindestpension können viele Frauen jedoch nicht leben und sind akut armutsgefährdet." ****

Noch immer würden zwei Drittel der Hausarbeit und Kinderbetreuung an den Frauen hängen bleiben, so Heinisch-Hosek, die kritisierte: "Das Teilen der Familienarbeit, ist noch nicht so Männersache, wie es eigentlich sein sollte." Die Familienformen hätten sich jedoch in den letzten 15 Jahren stark verändert. In diesem Zusammenhang erklärte Heinisch-Hosek, dass sie einer "gemeinsamen automatischen Obsorge nach Scheidungen eher skeptisch gegenüber stehe", da sich manche Eltern nach der Scheidung wieder beruhigen müssen. "Das Wohl des Kindes muss immer im Mittelpunkt stehen", bekräftigte die Frauenministerin ein weiteres Mal.

Heinisch-Hosek machte ebenfalls darauf aufmerksam, dass viele Mütter und Väter nicht dieselben Bedingungen vorfinden würden, wenn sie wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten. "In Vorarlberg oder Tirol ist es nicht möglich durchgehende Kinderbetreuungseinrichtungen zu haben." Durch das Erfolgsmodell, das im Jahr 2008/2009 von Bund und Ländern gestartet wurde, konnten 17.000 neue Kinderbetreuungseinrichtungen und 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Dieses Projekt müsse auch nach 2010 unbedingt weitergeführt werden, so die Frauenministerin.

Als einen "Meilenstein" in der Frauenpolitik bezeichnete Heinisch-Hosek die Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz. "Wir sind auf dem richtigen Weg, dennoch haben wir noch sehr viel zu tun", betonte die Frauenministerin. (Schluss) ab

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