Schönborn und Landau: Not ist Realität

Wiener Erzbischof besuchte gemeinsam mit Caritasdirektor Landau Ausgabestelle des Projekts "Le+O" in der Pfarre Emmaus am Wienerberg

Wien (OTS) - Wien, 16.06.10 (PEW) Armut und Not sind für viele Menschen auch in Österreich schmerzliche Realität: Darauf machten Kardinal Christoph Schönborn und der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michel Landau am Dienstagnachmittag bei ihrem Besuch in der Ausgabestelle des Projekts "Le+O" (Lebensmittel und Orientierung) in der Pfarre Emmaus am Wienerberg aufmerksam. Allein in Wien sind 280.000 Menschen von Armut betroffen, ein Viertel davon sind Kinder und Jugendliche, teilte die Caritas der Erzdiözese Wien mit.

Das Projekt "Le+O", das die Caritas gemeinsam mit Wiener Pfarren organisiert, bietet in zehn Ausgabestellen in Wien Lebensmittel und Beratung an. Menschen mit niedrigem Einkommen erhalten zur sofortigen Entlastung des Haushaltbudgets ein Mal pro Woche Lebensmittel zu einem symbolischen Beitrag von einem Euro. Parallel zu dieser Soforthilfe werden die Menschen von hauptamtlichen diplomierten Sozialarbeiterinnen und -arbeitern bedarfsgerecht und individuell beraten und informiert. Ziel ist, die Menschen auf ihrem Weg aus der Armut nachhaltig zu unterstützen.

Das Konzept von "Le+O" hat sich bewährt, so Caritasdirektor Landau:
"Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe - nicht um Almosen. Die steigende Nachfrage zeigt, dass die Hilfe dringend gebraucht wird. Ein halbes Jahr nach Start werden bereits 2.800 bedürftige Familien, Alleinerzieherinnen und Alleinstehende laufend unterstützt". Pro Woche werden rund 3,5 Tonnen gespendete Lebensmittel bei Unternehmen abgeholt, im "Le+O"-Lager sortiert und an die Ausgabestellen weitertransportiert, wo sie von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Bedürftige abgegeben werden.

Kardinal Schönborn zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement. "Der unermüdliche Einsatz von fast 400 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus mehr als 30 Wiener Pfarren ist ein ermutigendes Beispiel gelebter Nächstenliebe. Ein herzliches Dankeschön gilt auch rund 40 Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, die das Projekt laufend unterstützen", so Schönborn. "Wir dürfen Armut nicht als Tatsache hinnehmen, sondern wir müssen aufeinander achten. Eine Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit den Schwächsten umgeht", appellierte Schönborn an die Unternehmen. "Weitere Spenden werden aufgrund der ständig steigenden Nachfrage dringend benötigt." (Infos: Tel. 0664/842 90 06 oder E-Mail: leo@caritas-wien.at). (ende)

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