- 15.06.2010, 15:40:43
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Professionelle Interessenvertretung kann man lernen
bfi Wien Akademie bildet Master für Lobbying & Public Affairs aus
Wien (OTS) - Lobbyismus wird zunehmend zu einem kritischen Thema
auf der politischen Bühne. Manche sehen in den
Interessenvertreter/innen eine Gefahr für die Demokratie. Natürlich
wissen alle, dass es ohne Interessenvertretung gar nicht geht.
Politik muss die unterschiedlichen Positionen und Anliegen aller
Beteiligten kennen und muss diese Interessen gegeneinander abwägen,
Kompromisse zwischen verschiedenen Interessen finden. Letztendlich
tragen die Politiker/innen die Verantwortung, die Lobbyist/innen
tragen "nur" zur Entscheidungsfindung bei. Doch die grundlegenden
Spielregeln der Interessenvertretung und Standards der Kommunikation
sollten eingehalten werden. Die eher negative Bewertung des Begriffs
in deutschsprachigen Ländern mag auch im Fehlen verbindlicher,
Transparenz schaffender Regeln für Lobby-Arbeit ihre Ursache haben.
Richtiges Lobbying ist jedoch eine Methode der Einwirkung auf
Entscheidungsträger/innen und Entscheidungsprozesse durch präzise
Informationen im Rahmen einer festgelegten Strategie.
Längst findet die Diskussion über Legitimation und Methoden des
Lobbyings auch medialen Niederschlag. "Die aktuelle Debatte über
vermeintliche 'Lobbyisten' zeigt: Es braucht professionelle
Ausbildungen, allgemein gültige Qualitätsstandards und klare
rechtliche Rahmenbedingungen," erklärt Feri Thierry, Politikberater
und Lehrgangsleiter des bfi Wien Masterlehrgangs Integrierte
Kommunikation (Schwerpunkt PR/Lobbying&Public Affairs).
Über das Berufsbild hat Mag. Michaela Bareis, MA, ihre Masterthese
verfasst (2007, bfi Wien), sie ist beim KDZ -Zentrum für
Verwaltungsforschung für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.
"Zum Berufseinstieg ist das Wissen um politische Prozesse und eine
gewisse Erfahrung mit politischen Agenden notwendig. Zudem erfordert
dieser Beruf eine Fülle an kommunikativen Fertigkeiten,
Handlungsfertigkeiten und individuellen Fertigkeiten.
Ein solides Netzwerk ist notwendig, reicht aber alleine nicht aus, um
professionell und effektiv Lobbying zu betreiben. Das
Tätigkeitsprofil eines Lobbyisten/einer Lobbyistin zeigt einen großen
Anteil von administrativen und permanenten Tätigkeiten, die die
eigentliche Tätigkeit des Lobbyismus erst ermöglichen. Einen weiteren
großen Anteil nimmt das Umsetzen und Evaluieren von tatsächlichen
Maßnahmen ein, sowie das politische Monitoring. Für die
Öffentlichkeit wird kaum sichtbar, dass es sich bei Lobbying um eine
tatsächlich ehrbare und demokratiepolitisch notwendige Tätigkeit
handelt. Grundsätzlich bedauert die Branche das schlechte Image in
der Öffentlichkeit, und begrüßt das positive Arbeitsklima mit den
eigentlichen Adressaten/Adressatinnen und Kunden/Kundinnen," so
Bareis.
Thierry fasst es zusammen: "Professionelle Interessenvertretung
bedeutet fundierte Vorbereitung, politisches Know-how und sachliche
Kommunikation". Und er appelliert an die Beteiligten: "Gutes Lobbying
ist maßgeblich eine Frage der Methoden. Lobbying-Profis treten
sachlich, transparent und ehrlich auf."
Wo lernt man professionelle Interessenvertretung?
Die bfi Wien Akademie bietet vor diesem Hintergrund die Ausbildung
für Lobbyismus-Expert/innen an. Führungskräfte, angehende
Manager/innen und Berater/innen, die in Bereichen der (Unternehmens-)
Kommunikation tätig sind oder sein wollen, werden damit angesprochen.
Merkmale ethischer Verhaltensweisen und Codes spielt neben dem
fachlichen Wissen und der persönlichen Weiterentwicklung eine
wesentliche Rolle.
Die Integrierte Kommunikation ist nicht nur ein Zukunftstrend,
sonder die Bedingung für professionelle und effiziente Kommunikation
nach innen und außen - sei es als PR-Verantwortliche,
Marketingleiter/in oder Lobbyist/in.
Informationsabende: 16.6. und 7.9.2010, Integrierte Kommunikation
- Lehrgang universitären Charakters. Grundstufe: PR ("PRVA-geprüft")
und Angewandtes Marketing, Masterstufe: PR/Lobbying&Public Affairs
und Angewandtes Marketing&BWL.
Start der Grundstufe: 5.10.2010, www.bfi-wienakademie.at
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1,
[email protected], 01/81178/10385, www.bfi-wien.at
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