Professionelle Interessenvertretung kann man lernen

bfi Wien Akademie bildet Master für Lobbying & Public Affairs aus

Wien (OTS) - Lobbyismus wird zunehmend zu einem kritischen Thema
auf der politischen Bühne. Manche sehen in den Interessenvertreter/innen eine Gefahr für die Demokratie. Natürlich wissen alle, dass es ohne Interessenvertretung gar nicht geht. Politik muss die unterschiedlichen Positionen und Anliegen aller Beteiligten kennen und muss diese Interessen gegeneinander abwägen, Kompromisse zwischen verschiedenen Interessen finden. Letztendlich tragen die Politiker/innen die Verantwortung, die Lobbyist/innen tragen "nur" zur Entscheidungsfindung bei. Doch die grundlegenden Spielregeln der Interessenvertretung und Standards der Kommunikation sollten eingehalten werden. Die eher negative Bewertung des Begriffs in deutschsprachigen Ländern mag auch im Fehlen verbindlicher, Transparenz schaffender Regeln für Lobby-Arbeit ihre Ursache haben. Richtiges Lobbying ist jedoch eine Methode der Einwirkung auf Entscheidungsträger/innen und Entscheidungsprozesse durch präzise Informationen im Rahmen einer festgelegten Strategie.

Längst findet die Diskussion über Legitimation und Methoden des Lobbyings auch medialen Niederschlag. "Die aktuelle Debatte über vermeintliche 'Lobbyisten' zeigt: Es braucht professionelle Ausbildungen, allgemein gültige Qualitätsstandards und klare rechtliche Rahmenbedingungen," erklärt Feri Thierry, Politikberater und Lehrgangsleiter des bfi Wien Masterlehrgangs Integrierte Kommunikation (Schwerpunkt PR/Lobbying&Public Affairs).

Über das Berufsbild hat Mag. Michaela Bareis, MA, ihre Masterthese verfasst (2007, bfi Wien), sie ist beim KDZ -Zentrum für Verwaltungsforschung für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

"Zum Berufseinstieg ist das Wissen um politische Prozesse und eine gewisse Erfahrung mit politischen Agenden notwendig. Zudem erfordert dieser Beruf eine Fülle an kommunikativen Fertigkeiten, Handlungsfertigkeiten und individuellen Fertigkeiten.
Ein solides Netzwerk ist notwendig, reicht aber alleine nicht aus, um professionell und effektiv Lobbying zu betreiben. Das Tätigkeitsprofil eines Lobbyisten/einer Lobbyistin zeigt einen großen Anteil von administrativen und permanenten Tätigkeiten, die die eigentliche Tätigkeit des Lobbyismus erst ermöglichen. Einen weiteren großen Anteil nimmt das Umsetzen und Evaluieren von tatsächlichen Maßnahmen ein, sowie das politische Monitoring. Für die Öffentlichkeit wird kaum sichtbar, dass es sich bei Lobbying um eine tatsächlich ehrbare und demokratiepolitisch notwendige Tätigkeit handelt. Grundsätzlich bedauert die Branche das schlechte Image in der Öffentlichkeit, und begrüßt das positive Arbeitsklima mit den eigentlichen Adressaten/Adressatinnen und Kunden/Kundinnen," so Bareis.

Thierry fasst es zusammen: "Professionelle Interessenvertretung bedeutet fundierte Vorbereitung, politisches Know-how und sachliche Kommunikation". Und er appelliert an die Beteiligten: "Gutes Lobbying ist maßgeblich eine Frage der Methoden. Lobbying-Profis treten sachlich, transparent und ehrlich auf."

Wo lernt man professionelle Interessenvertretung?

Die bfi Wien Akademie bietet vor diesem Hintergrund die Ausbildung für Lobbyismus-Expert/innen an. Führungskräfte, angehende Manager/innen und Berater/innen, die in Bereichen der (Unternehmens-) Kommunikation tätig sind oder sein wollen, werden damit angesprochen. Merkmale ethischer Verhaltensweisen und Codes spielt neben dem fachlichen Wissen und der persönlichen Weiterentwicklung eine wesentliche Rolle.

Die Integrierte Kommunikation ist nicht nur ein Zukunftstrend, sonder die Bedingung für professionelle und effiziente Kommunikation nach innen und außen - sei es als PR-Verantwortliche, Marketingleiter/in oder Lobbyist/in.

Informationsabende: 16.6. und 7.9.2010, Integrierte Kommunikation - Lehrgang universitären Charakters. Grundstufe: PR ("PRVA-geprüft") und Angewandtes Marketing, Masterstufe: PR/Lobbying&Public Affairs und Angewandtes Marketing&BWL.
Start der Grundstufe: 5.10.2010, www.bfi-wienakademie.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien, 1034, Alfred-Dallinger-Platz 1,
g.masuch@bfi-wien.or.at, 01/81178/10385, www.bfi-wien.at

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