- 15.06.2010, 13:13:13
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Leichtfried: Schienennetz soll in österreichischer Hand bleiben
Kritik an zentralen Güterverkehrskorridoren
Wien (OTS/SK) - Das Europäische Parlament in Straßburg hat heute,
Dienstag, mehrheitlich den Plänen der EU-Kommission zur "Schaffung
eines europäischen Schienennetzes für einen wettbewerbsfähigen
Güterverkehr" zugestimmt - entgegen den Protesten vor allem aus
Deutschland und Österreich. SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried
kritisiert vor allem einzelne Auswirkungen beim "One-Stop-Shop"
(OSS). Die Nutzung der grenzüberschreitenden Korridore soll damit für
die gesamte Strecke bei einer einzigen Behörde beantragt werden. Wer
also etwa die Strecke Warschau-Mailand nutzen will, bekommt bei einer
Behörde für die gesamte Strecke die Erlaubnis. Damit wird eine
europäische Behörde zuständig, die Österreichische Bahn muss die
Entscheidung umsetzen. ****
"Das Schienenetz soll in österreichischer Hand bleiben", macht daher
Verkehrsausschussmitglied Leichtfried seine Position klar. Die
Verordnung zielt darauf ab, die Konkurrenzfähigkeit des Güterverkehrs
auf der Schiene zu verbessern. Dieses Anliegen ist grundsätzlich zu
unterstützen. Mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent am Modalsplit
des Güterverkehrs zählen die in Österreich agierenden
Eisenbahnverkehrsunternehmern zu den Spitzenreitern in Europa. "Dass
dieser Wert ohne die zu schaffende gemeinsame Stelle erreicht werden
konnte, ist der beste Beweis dafür, dass man auf den neuen
'One-Stop-Shop' verzichten kann und mit den vorhandenen Strukturen
das Auslangen findet", erklärt Leichtfried. (Schluss) ab/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, +32 (484) 127 331 bzw.
markus.wolschlager@europarl.europa.eu
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
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