• 15.06.2010, 11:17:57
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Im Donaupark bleibt "Zeichen der Erinnerung" an den Papstbesuch

Die Messfeier mit Johannes Paul II. am 12. September 1983 war eine erste große Bewährungsprobe der "wetterfesten Christen"

Wien (OTS) - Wien, 15.06.10 (PEW) Im Wiener Donaupark wird es auch
in Zukunft ein eindrucksvolles "Zeichen der Erinnerung" an die große
Messfeier mit Johannes Paul II. am 12. September 1983 geben. Dies
teilte der Leiter des Bauamts der Erzdiözese Wien, Architekt Harald
Gnilsen, am Dienstag im Gespräch mit dem "Pressedienst der Erzdiözese
Wien" mit. In letzter Zeit hatte es Diskussionen gegeben, weil das
große Papstkreuz mit 40 Meter Höhe und 56 Tonnen Gewicht baufällig
geworden war und abgetragen werden muss. Anstelle des
40-Meter-Kreuzes wird in Zukunft ein künstlerisch gestaltetes Kreuz
an einem frequentierten Verbindungsweg zwischen Donaucity und
Donauturm an den 12. September 1983 erinnern. "Der 12. September 1983
war eine erste große Bewährungsprobe der wetterfesten Christen", so
der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, der
damals selbst mit dabei war. Am 12. September 1983 gab es
wolkenbruchartige Regenfälle, der Donaupark verwandelte sich in eine
Schlammwüste, "aber die Begeisterung und die Freude über die
Begegnung mit dem Papst waren umso größer", so Leitenberger.

Das 40 Meter hohe Kreuz, eine grazile Stahlkonstruktion, war 1983 nur
als "temporäres Zeichen" gedacht gewesen. In den achtziger Jahren gab
es dann immer wieder Gebetsveranstaltungen beim "Papstkreuz" im
Donaupark. Im Jahr 2008 wurde nach eingehender Begutachtung
ansetzender Rost und Erschlaffung der Abspannungen festgestellt. Das
Umfeld musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Eine sehr
aufwändige Sanierung wurde von den Experten als dringend notwendig
bezeichnet, die Gesamtkosten wurden auf 400.000 Euro geschätzt.

Schließlich wurde angesichts dieser Situation zwischen der Stadt Wien
und der Erzdiözese Wien die Übereinkunft getroffen, dass anstelle des
nur für temporäre Zwecke errichteten Stahlkreuzes gemeinsam ein
dauerhaftes Denkmal errichtet werden soll. Dieses Denkmal wird in den
Besitz und in die Verantwortung der Stadt Wien übergehen. Ein Entwurf
des akademischen Bildhauers Oskar Höfinger, eines Schülers von Fritz
Wotruba, wurde ausgewählt. Es symbolisiert den auferstehenden
Christus als "Zeichen der Hoffnung".

An den ersten Besuch Johannes Pauls II. in Wien erinnert auch das
Papstkreuz auf dem Heldenplatz, das für die Europa-Vesper im Jahr
1983 errichtet wurde. Die Europa-Vesper war - sechs Jahre vor der
welthistorischen "Wende" von 1989 - ein "prophetisches Zeichen", das
in der Präsenz der Kardinäle aus Krakau, Ostberlin, Zagreb und Paris
und in den Worten des Papstes die spätere Entwicklung vorwegnahm.
Auch beim Papstkreuz auf dem Heldenplatz fanden immer wieder
Gebetsgottesdienste statt. 1998 hatte das Kreuz eine besondere Rolle
beim dritten Besuch Johannes Pauls II. in Wien. 2004 wurde das Kreuz
kurzfristig nach Mariazell zum Abschlussgottesdienst des
Mitteleuropäischen Katholikentags transferiert und anschließend
wieder an seinen ursprünglichen Standort auf dem Heldenplatz
zurückgebracht. (forts mgl)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Erich Leitenberger
1010 Wien, Stephansplatz 4/7/1
Tel: 01/51552-3591
E-Mail: [email protected]

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