IG Patientenhilfe verhilft Patienten zu ihrem Recht.

Patienten, welche nicht die von ihrem Arzt verschriebenen, sondern andere, billigere Arzneien ausgefolgt bekommen, können sich jetzt wehren.

Wien (OTS) - "IG Patientenhilfe" stellt einen Rechtsanwalt zur Verfügung. Die Prozesskosten trägt wie Rechtsanwalt Mag. Jürgen Krauskopf erklärte zum Großteil der Staat, da es sich um Verfahren bei den Arbeits- und Sozialgerichten handelt und hier eine weitgehende Kostentragungspflicht der Sozialversicherung besteht.

Salzburger und andere Versicherte könnten zu Patienten zweiter Klasse werden. Denn Salzburger Ärzte müssen seit Beginn des Jahres das billigste Medikament innerhalb einer Wirkstoffgruppe verschreiben - auch wenn die Wirkstoffzusammensetzung unterschiedlich ist. Gesundheitsökonomin Dr. Evelyn Walter vom Institut für Pharmaökonomische Forschung in Wien kritisiert das. Denn das bedeutet andere Wirkungsweisen und vor allem fehlende Therapietreue - das ist besonders problematisch bei Menschen mit psychischen Erkrankungen und älteren Personen, die mehrere Dauermedikationen erhalten.

Rechtsanwalt Mag. Jürgen Krauskopf: "Diese Vorgangsweise steht in Widerspruch zu Bundesrecht, denn laut den (verbindlichen) "Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise" (RöV) ist bei der Arzneimittelverschreibung der therapeutische Nutzen das wichtigste Kriterium. Erst an zweiter Stelle steht die Angemessenheit der Kosten."

Dr. Evelyn Walter Institut für Pharmaökonomische Forschung: "Die Folgekosten für das Gesundheitssystem werden durch diese Vorgangsweise deutlich höher als die vermeintlichen Einsparungen."

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