Fünf Jahre Altlastensanierung durch BALSA in Österreich

14 Sanierungen mit bis zu 450 Millionen Euro Gesamtvolumen

Wien (OTS) - Seit 2005 übernimmt die Bundesaltlastensanierungsgesellschaft m.b.H. (BALSA) die Sanierung von Altlasten in Österreich. 14 Sanierungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 450 Millionen Euro hat die BALSA in den vergangenen fünf Jahren übernommen, sechs davon sind bereits zur Gänze abgeschlossen. Die BALSA beseitigt Umweltgefährdungen und setzt dabei besonders auf neue Technologien. Künftig werden bei Sanierungen auch Techniken eingesetzt, durch die erneuerbare Energie gewonnen werden sollen. Auch Konzepte zur Nachnutzung sanierter Flächen wird die BALSA entwickeln.

Die BALSA GmbH wurde 2005 als hundertprozentige Tochter des Umweltbundesamts gegründet und betreut seither neun Altlastensanierungen von der Erkundung bis zum Betrieb der errichteten Sanierungssysteme. Als Altlasten werden durch Schadstoffe verunreinigte Flächen bezeichnet. Ist die Umwelt gefährdet und kann der Verursacher nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, führt die BALSA die Sanierungsmaßnahmen für den Bund durch. Sie übernimmt sowohl das Projektmanagement als auch die Projektplanung- und -steuerung und agiert bei der Umsetzung der Sanierungsprojekte als Auftraggeber. Acht Projekte sind derzeit in Umsetzung, eine Altlast, die "Gärtnerei Thianich" in der Steiermark, konnte bereits vollständig saniert werden. Die Gesamtkosten für alle neun Projekte werden auf rund 200 bis 300 Millionen Euro geschätzt. Laut einer Berechnung des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2008 kostet die Sanierung aller vorhandenen Altlasten in Österreich fünf bis zehn Milliarden Euro.

Für fünf weitere Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 140 Millionen Euro, war die BALSA seit ihrer Gründung im Auftrag von Verwaltungsbehörden tätig. Die BALSA bietet Beratungsleistungen für Verwaltungsbehörden, Gemeinden, aber auch für Private an -insbesondere bei der Durchführung behördlicher Räumungs- und Beseitigungsaufträge. So konnte etwa die Räumung der Fischer Deponie in Theresienfeld Anfang 2006 erfolgreich abgeschlossen werden. Hier war die BALSA seit ihrer Gründung im Jahr 2005 bis zum Abschluss der Sanierung tätig. BALSA-Geschäftsführer Dr. Michael Zorzi war bei der Räumung der Fischer Deponie von Anfang an mit der Projektsteuerung betraut - damals noch im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt.

Die Projekte "Tuttendorfer Breite" und "Betongrubenfelder", beide in Niederösterreich, befinden sich bereits in der Umsetzungsphase. Hier sind die Sanierungssysteme errichtet und die Betriebsphase läuft. Die Sanierungsdauer wird bei der "Tuttendorfer Breite" auf ungefähr auf zehn Jahre und bei den "Betongrubenfeldern" auf ein bis zwei Jahre geschätzt. Bei der Sanierung der Altlast "Tuttendorfer Breite" - hier befand sich früher eine Mineralölraffinerie, die durch Bombardements im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde - findet die erste vollbiologische Altölbeseitigung bei einem solchen Projekt statt. "Bei der In-Situ-Biologie handelt es sich um eine besonders innovative Technik, die in dieser Größe erstmals in Österreich eingesetzt wurde. Die im Boden vorhandenen mineralölabbauenden Bakterien werden optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, sodass sich durch den natürlichen Stoffwechsel der Mikroorganismen Schadstoffe erheblich reduzieren, " erklärt BALSA Geschäftsführer Dr. Michael Zorzi.

Weitere aktuelle Projekte sind die "Teerfabrik Lederer Mellitzer" in der Steiermark, die "Holzmüllerstraße" in Oberösterreich, die "Aluminiumschlackendeponie Berger", das "Tanklager Mare" und der "Parkplatz Brevillier Urban" in Niederösterreich und die "Dachpappenfabrik Rum" in Tirol. In Zukunft will die BALSA ihre Tätigkeitsschwerpunkte erweitern und nicht nur sanieren, sondern auch prüfen, wie bei der Herstellung der Sanierungssysteme gleichzeitig Methoden zur Nutzung erneuerbarer Energien (z.B.: Geothermie) umgesetzt werden können.

Die Sanierung verunreinigter Liegenschaften soll auch im Hinblick auf die Nachnutzung und die Entwicklung der Grundstücke geschehen. Die BALSA beschäftigt ein Spezialistenteam aus den Fachbereichen Umwelt- und Bautechnik, Abfallwirtschaft sowie Vergabe- und Umweltrecht. Darüber hinaus ist die BALSA seit kurzem auch im Bereich der Unternehmensberatung tätig.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Julia Kent
Milestones in Public Relations
Alser Straße 32/3, 1090 Wien
Tel: 01/890 04 29 - 32
Mobil: 0664/246 90 55
Mail: julia.kent@minc.at
Web: www.minc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MST0001