• 11.06.2010, 14:08:15
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Berlakovich beim EU-Umweltministerrat: EU muss weltweit Klimaverbündete finden

Aber: 30%-Alleingang der EU für Weltklima Schuss nach hinten

Wien (OTS) - "Die Kosten zur Erreichung des 20%-Zieles der EU sind
geringer als ursprünglich kalkuliert . Das ist erfreulich. Eine
Erhöhung der Ziele auf 30% wäre ein weiterer wichtiger Schritt - wenn
er weltweit gesetzt würde. Eine Stand-Alone-Strategie der EU in diese
Richtung wäre aber sicher ein Schuss nach hinten", so Umweltminister
Niki Berlakovich beim heutigen Umweltministerrat in Luxemburg. Bis
2020 will die EU eine Reduktion der CO2-Emmissionen um 20 Prozent
erreichen. Die Kosten dafür wurden ursprünglich auf 70 Milliarden
Euro geschätzt. Aktuelle Prognosen der Klima-Kommissarin Connie
Hedegaard sehen jetzt eine Kostenreduktion auf 48 Mrd. Euro.

Im Umweltministerrat wurde über die Strategie bis zum Klimagipfel
Endes des Jahres in Cancun beraten. Und dabei "ist es zu wenig eine
Einigung innerhalb der EU zu erzielen und dann mit diesem Ergebnis
nach Cancun zu pilgern. Das hat das schwache Ergebnis in Kopenhagen
eindeutig gezeigt", so Berlakovich, " wir müssen jetzt schon im
Vorfeld weltweit Verbündete im Kampf für den Klimaschutz finden um
mehr Gewicht in die Waagschale werfen zu können."

Und weiter: "Ein Alleingang der EU in Richtung 30%-Klimaziel ist
das falsche Signal für den Rest der Welt. Europa allein kann das
Weltklima nicht retten. Wir müssen auch die anderen Länder dieser
Welt fordern. Wenn jedes EU-Land fünf Staaten für unsere Interessen
gewinnen kann. Dann sind wir auf einem guten Weg", wirbt
Umweltminister Berlakovich bei Hedegaard und dem spanischen
EU-Vorsitz für eine Weltklima-Offensive der EU.

Positiv beurteilt Berlakovich die Haltung des EU-Umweltkommissars
Janez Potocnik, der ebenso wie der österreichische Umweltminister in
einem einer EU-weiten Ökologisierung der Steuersysteme eine Chance
für Europa sieht. Berlakovich: "Das Steuersystem müssen so umgebaut
werden, dass er den Menschen und der Umwelt nützt. Es ist machbar,
wir müssen es nur machen."

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http://fotoservice.lebensministerium.at/

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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