• 11.06.2010, 09:52:48
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Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt integrieren

Bei der Fachtagung der Diakonie Auslandshilfe diskutierten Partnerorganisationen aus acht Regionen mögliche Lösungsansätze

Wien (OTS) - "Zu Hause fühlen wir uns oft alleine mit dem, was wir
tun. In diesen Tagen mache ich die Erfahrung, dass das nicht der Fall
ist," so Peter Makkai, Direktor der Diakonie Covasna in Rumänien.

Von 9. bis 11. Juni 2010 lud die Diakonie Auslandshilfe ihre
Partnerorganisationen aus insgesamt acht Regionen ein, um gemeinsam
das Thema der sozialen Inklusion von Menschen mit Behinderungen durch
Zugang zum Arbeitsmarkt zu diskutieren. Rund 30 VertreterInnen von 14
Organisationen aus Ländern von Bosnien Herzegowina, Serbien, über
Palästina bis zu Zimbabwe und Mosambik, die sich für die Inklusion
von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt einsetzen,
tauschten sich über ihre Erfahrungen aus.

"Als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft müssen wir
Teil der Planungs- und Verhandlungsprozesse auf öffentlicher Ebene
werden," fasst eine Teilnehmerin eines der wichtigsten Ergebnisse der
Tagung zusammen. "Wir sind keine Bittsteller! Menschen mit
Behinderungen haben Rechte, die einzuhalten sind! Wir sind ein Teil
der Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass dies auch geschieht."

Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass ein wichtiges Ziel
ihrer Arbeit der Abbau sozialer Barrieren in der Gesellschaft
darstellt. Hinsichtlich der Maßnahmen für den Zugang zum Arbeitsmarkt
von Menschen mit Behinderungen, wurden zwei Herausforderungen als
besonders schwierig empfunden:

1.) Auch wenn Menschen mit intellektueller Behinderung arbeiten,
wird dies oft nicht als ernstzunehmende Arbeit gesehen.

2.) Bei sehr hoher Arbeitslosigkeit in wirtschaftlich schwachen
Ländern ist es nahezu unmöglich, Menschen mit Behinderungen in den
freien Arbeitsmarkt zu integrieren. Trotzdem muss die Aufgabe
wahrgenommen werden, auch dieses Recht von Menschen mit Behinderungen
durchzusetzen.

Dagmar Lassmann/Leiterin der Diakonie Auslandshilfe: "Wir müssen
von der Vorstellung wegkommen, dass Menschen mit Behinderungen als
Problemfälle und zu Betreuende gesehen werden. Sie selbst sind die
Akteure der Veränderung in der jeweiligen Gesellschaft. Wir dürfen
sie dabei unterstützen!"

Rückfragehinweis:

Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
   Diakonie Österreich
   Tel: (+43) 1 409 80 01-14
   Mobil: (+43) 664 314 93 95
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.diakonie.at

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