• 10.06.2010, 20:41:14
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Übertriebene Sorge oder Mutterliebe? (von Susanne Stirn)

Ausgabe 11. Juni 2010

Klagenfurt (OTS) - Ein Baby wird entführt - nur drei Monate nach
der Geburt in einem unbeobachteten Moment der Mutter entrissen.
Gestohlen in einem Einkaufszentrum wie eine Brieftasche oder ein
Handy. Unvorstellbar die Hölle, durch die die Eltern geschickt
wurden. Mit einem Schlag wird die Urangst aller Mütter und Väter
geweckt. Und wieder einmal stellt sich die Frage: Wie sehr kann ich
mein eigenes Kind vor der grausamen Welt beschützen? Ist es Liebe
oder Qual, wenn ein Vater in China seinen Sohn ankettet, um ihn vor
einer möglichen Entführung zu schützen? Ist es übertriebene Fürsorge,
wenn Eltern ihre Sprösslinge auch hierzulande an einer Kinderleine
(ja, so etwas gibt es wirklich!) durch die Stadt führen? Eine Antwort
wird man darauf wohl nie finden. Genauso wie es leider immer
Kindesentführungen geben wird. Denn mit oder ohne Leine - die
Menschen, denen das Kind begegnet, sind einfach unberechenbar.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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