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ORF-Redakteursrat: Die geplanten Einschränkungen der ORF-Onlineangebote sind gefährlich und unprofessionell

Der ORF darf nicht von wesentlichen Medienentwicklungen und von jugendlichem Publikum abgeschnitten werden

Wien (OTS) - Der ORF-Redakteursratsvorsitzende Fritz Wendl
reagierte auf die geplanten Einschränkungen der ORF-Onlineangebote mit der Feststellung, diese seien in der derzeit kolportierten Form "weder mit dem gesetzlichen Informationsauftrag des ORF noch mit journalistischer Professionalität und schon gar nicht mit zeitgemäßem Medienverständnis vereinbar." Beispielhaft führt er an : "Geradezu absurd sind Vorstellung, gesetzlich zu fixieren, dass 'Berichterstattung nicht vertiefend sein' dürfe oder die Berichterstattung auf den ORF-Landesstudio-Seiten auf 'zehn Tagesmeldungen' zu beschränken". Und zu Verboten von Nachrichtenarchiven oder einem Angebot wie der orf-futurezone sagt er, das "würde es dem ORF unmöglich machen den Gebührenzahlern im Internet zu bieten, was diese selbstverständlich von diesem Medium erwarten."

Abschließend resümiert der ORF-Redakteursratsvorsitzende: "Wird den ORF-Journalisten verboten auch im Internet ihren umfassenden Informationsauftrag professionell zu erfüllen, hieße das den ORF von wesentlichen Medienentwicklungen und in ganz besonderem Ausmaß von jugendlichem Publikum abzuschneiden. Das ist ganz sicherlich nicht im Interesse des Publikums und dürfte wohl auch kaum im Interesse des Gesetzgebers und der österreichischen Medienlandschaft sein."

Rückfragen & Kontakt:

Fritz Wendl
Tel.: 01/501 01-18500

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