- 09.06.2010, 12:04:56
- /
- OTS0182 OTW0182
Bundeskanzler Werner Faymann im Interview: "80 Prozent hinter mir wären gut."
Der SPÖ-Chef legt sich die Latte zur Wiederwahl niedrig.
Wien (OTS) - Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann legt sich
die Latte für den SPÖ Parteitag am kommenden Samstag niedrig: Er
halte es mit Leopold Gratz: 50 Prozent und eine Stimme bei der
Wiederwahl entscheiden, sagt Faymann im morgen erscheinenden
NEWS-Interview: "Da ist Bescheidenheit angebracht. Wenn 80 Prozent
einer so großen Partei hinter mir stehen ist es gut." Und, an die
Aufregung erinnert, die 88,9 Prozent-Zustimmung für Alfred Gusenbauer
im Jahr 2004 auslöste, sagt Faymann: "Nein, 88 Prozent dürfen nicht
schaden. Schädlich wäre es, wenn man in der Bevölkerung das Gefühl
hinterlässt, man setzt sich für seine Werthaltung nicht ausreichend
ein. Aber das entscheidende Wahlergebnis, um das ich kämpfe, ist das
bei der Nationalratswahl 2013, dass die SPÖ wieder an der Spitze
steht und einen Zuwachs hat. Das wird hart genug."
Hart werde die Auseinandersetzung, wer für die Schäden bezahle,
die durch die Krise entstanden sind: "Jetzt ist die Zeit gekommen, wo
man sagen muss: Wir brauchen Sparmaßnahmen, und wir brauchen
zusätzliche Einnahmen. Das ist kein ideologischer Unterschied zum
Spaß, sondern das ist eine gesellschaftspolitische
Richtungsentscheidung."
Zur Kritik in der SPÖ sagt der SPÖ-Chef, dass ihm am Tag der
offenen Tür jeder zweite Besucher gesagt habe, er müsste öfters auf
den Tisch hauen. Den Funktionären sage er, dass die SPÖ nicht die
absolute Mehrheit habe, also Kompromisse brauche. Aber die müssten am
Ende der Diskussion, nicht am Anfang stehen.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






