- 09.06.2010, 11:29:30
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Grüne Wien: Gefährlicher Weg zum Hort
Stadtrat Oxonitsch muss Lösung finden
Wien (OTS) - Zahlreiche Unfälle auf Zebrastreifen alarmieren in
den vergangenen Wochen die Öffentlichkeit. "Für viele Eltern stellt
sich in diesem Zusammenhang ein weiteres Problem, denn für den Weg
von der Schule zum Hort ist weder die Schule noch der Hort
zuständig", stellt die Schulsprecherin der Grünen Wien, Gemeinderätin
Susanne Jerusalem fest. Es sei eine reine Goodwill-Aktion, dass es
eine Starthilfe bis Weihnachten gebe, so Jerusalem, aber das reiche
nicht. "Stadtrat Oxonitsch erwartet offensichtlich von den Eltern,
dass sie ihre Arbeit zu Mittag niederlegen und ihre Kinder zum Hort
begleiten". Die Schulsprecherin fordert stattdessen
Kreuzungsregelungen vor Schulen durch Polizisten.
In einer Anfragebeantwortung des Stadtrats Oxonitsch an Jerusalem
wird zynisch aus den Geschäftsbedingungen der MA 10 - Wiener
Kindergärten zitiert: "Der Weg von der Schule zum Hort wird aus dem
Verantwortungsbereich weggeschoben. Die Aufsichtspflicht für
Hortkinder beginnt, sobald das Kind das Gelände des Hortes betritt
und endet mit dem Verlassen des Geländes". Dasselbe gelte für
Schulen, die ebenfalls nicht zuständig seien und eine andere Form der
Begleitung werde offensichtlich nicht angedacht. Jerusalem kritisiert
diesen unhaltbaren Zustand. "Das ist gefährlich, die Stadt lässt die
Kinder und die Eltern im Stich". Die Kombination Schule und Hort
gelte in Wien als ganztägige Betreuung, davon könne aber keine Rede
sein, wenn es dazwischen ein gefährliches Betreuungsloch gebe.
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